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    Kuriose Städtepartnerschaft – Die Orte „Dull“ und „Boring“ tun sich zusammen

    Seit kurzem in langweiliger Zweisamkeit - Boring, Oregon. (Bild: functoruser/CC2.0/flickr)In einem langweiligen Ort zu leben ist eine Sache. Wenn dieser Ort allerdings durch seinen Namen auch als langweilig gekennzeichnet ist, muss man das Beste daraus machen. Die Einwohner des schottischen Dorfes „Dull“ – zu Deutsch „öde“ oder „uninteressant“ – tun genau das. Sie haben jetzt ihre Brüder und Schwestern aus der Kleinstadt „Boring“ („Langweilig“) im US-Staat Oregon kontaktiert, um eine informelle Partnerschaft einzugehen. In Boring zeigt man sich erfreut.

    „Wir wissen, dass neben der schönen Landschaft und der Freundlichkeit der Menschen der schottische Sinn für Humor einer der Gründe ist, warum so viele Besucher in unser Land kommen“, sagte ein Sprecher der Tourismus-Organisation „VisitScotland“ der britischen Zeitung „Telegraph“. „Ich bin sicher, dieser Sinn für Humor wird sich auch über den Atlantik nach Oregon übertragen. Derzeit sind wir noch auf der Suche nach einer Stadt mit dem Namen 'Fed Up' – („Schnauze voll haben“)."

    Die Idee kam der Schottin Elizabeth Leighton, als sie auf einer Radtour in Oregon unterwegs war und durch die Kleinstadt Boring strampelte. Umgehend informierte sie eine Freundin, die im schottischen „Dull“ wohnte, etwa zwei Stunden nördlich von Edinburgh. Sie war begeistert und kontaktierte Steven Bates, den Chef der Gemeindeplanung von Boring.

    Jener zeigte sich höchst angetan von der Vorstellung einer informellen Partnerschaft zwischen dem schottischen Örtchen und seiner Stadt – die eigentlich nach einem frühen Bewohner, William Boring, benannt ist. Für eine offizielle Partnerschaft stimmen die Größenverhältnisse der beiden Orte allerdings nicht: Dull ist ein winziges Dörfchen und Boring eine Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern.

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    Nicht lange danach erhielt die Bürgermeisterin von Dull, Marjorie Keddie, eine „Declaration of Sistership“  („Erklärung der Partnerschaft“) aus Oregon. „Das kann viele Vorteile haben. Schon der Gedanke an die Ortsschilder löst bei uns Vorfreude aus“, sagte Keddie.  Etwas nervig sei es ja schon, wenn Menschen mit ihren Autos stoppten um das Schild von Dull zu fotografieren, sagt auch Gemeinderat Tommy Pringles. „Stellen Sie sich die Reaktionen der Leute vor, wenn dort stünde: Willkommen in Dull, Partnerort von Boring?“

    Bei den Dullern löst die Vorstellung Interesse aus. „Wenn jetzt mehr Leute hier her kommen, solls mir Recht sein“, sagt der ansässige Bauer Peter Campbell. „Dull ist ein ziemlich verschlafenes Nest, ohne Läden, mehr ein großer Weiler. Ob man es jetzt als öde bezeichnen kann, darüber lässt sich streiten.“

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