Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter hat die europaweite Einführung von Euro-Bonds erneut abgelehnt. Eurobonds seien "nur attraktiv für jene maroden Länder, die sehr hohe Zinsen zahlen, die zum Nachbarn mit guter Bonität gehen und sagen: Lieber Nachbar, zahle du meine Schulden", sagte Fekter. Sie wolle nicht für die Kredite der Nachbarländer zahlen.
Eurobonds könne sie sich in Zukunft nur vorstellen, wenn es einen gemeinsamen europäischen Finanzminister gäbe, das sei aber gegenwärtig nicht der Fall, sagte die Ministerin dem österreichischen Rundfunksender Ö1. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte beim EU-Sondergipfel am Mittwoch die Gemeinschaftspapiere erneut abgelehnt, für die alle Länder gemeinsam haften müssten. Vor allem Frankreichs Präsident François Hollande will sie einführen.


