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    Exzessive Überstunden bei Samsung-Zulieferern in China

    Prüfer des Konzerns finden aber keine Beweise für Kinderarbeit

    Bei der Produktion von Samsung-Geräten in China müssen manche Arbeiter exzessiv Überstunden leisten und bekommen hohe Strafen für Fehlzeiten oder fürs Zuspätkommen aufgebrummt. Von Samsung selbst in die Betriebe entsandte Prüfer bemängelten "unzureichende" Arbeitsbedingungen in den chinesischen Werken, wie der südkoreanische Konzern am Montag mitteilte. Beweise für Kinderarbeit hätten die Prüfer aber nicht gefunden. Dies hatte die US-Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch Samsung im September vorgeworfen.

    Samsung schickte Prüfer in alle 105 Fabriken, die ausschließlich für den Konzern in China fertigen. 144 weitere Betriebe, die auch für andere Konzerne arbeiten, will Samsung bis Ende des Jahres ebenfalls kontrollieren. Ab 2013 würden alle 249 Fabriken von unabhängiger Seite geprüft, kündigte Samsung an. Sollte ein Zulieferer Kinder beschäftigten, werde der Vertrag sofort gekündigt.

    Zudem dringe der Konzern darauf, dass die Zulieferer ab sofort die Arbeitsverträge korrekt formulieren, die Fabriken den Sicherheitsstandards gemäß ausrüsten und die Arbeiter sicherheitstechnisch schulen. Sie sollen sich zudem telefonisch beschweren können. Die Manager sollen Lehrgänge machen, in denen sie lernen sollen, sexuelle Belästigung und Beleidigungen am Arbeitsplatz zu vermeiden.

    China Labor Watch hatte kritisiert, dass Arbeiter in chinesischen Werken von Samsung pro Monat bis zu 189 Überstunden machen müssten, obwohl maximal 36 Überstunden im Monat erlaubt seien. Es gebe keine Ansprechstelle für Beschwerden; in einigen Werken sei die Sicherheit der Arbeiter gefährdet. Die Arbeitsrechtsorganisation mahnte zudem die Einstellungskriterien von Samsung als diskriminierend ab - der Konzern beschäftige niemanden, der kleiner als 1,55 Meter sei, Tattoos trage, seine Haare färbe oder körperlich behindert sei.

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