Ein Aufmarsch von Neonazis hat in Hamburg zu schweren Ausschreitungen geführt. Bei Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten wurden 38 Polizisten verletzt, wie die Pressestelle nach Abschluss des Einsatzes mitteilte. Die Sicherheitskräfte wurden demnach mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Sie setzten ihrerseits Wasserwerfer und Pfefferspray ein. 63 Demonstranten seien in Gewahrsam genommen, 17 festgenommen worden. Insgesamt waren den Angaben zufolge rund 4.400 Polizisten im Einsatz.
Rund 3.500 Teilnehmer überwiegend aus der links-extremistischen Szene hatten laut Polizei im Stadtteil Wandsbek gegen den Aufmarsch von 700 Rechtsextremisten protestiert. Zu einer friedlichen Kundgebung gegen Rechts hatten sich indes mehr als 10.000 Menschen auf dem Hamburger Rathausplatz versammelt. Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch zeigte sich erfreut, "dass so viele Menschen friedlich für ein offenes und tolerantes Hamburg demonstriert" hätten. Dagegen bedauerte er die Ausschreitungen in Wandsbek. Diese seien "durch nichts zu rechtfertigen".


