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    9/11-Angeklagte boykottieren letzten Anhörungstag in Guantanamo

    Mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge bleiben in ihren Zellen

    Zum Abschluss einer fünftägigen Anhörung im Verfahren um die Anschläge vom 11. September 2001 haben die fünf Angeklagten die Sitzung des US-Sondertribunals in Guantanamo boykottiert. Die Gruppe um den mutmaßlichen Chefplaner Khalid Sheikh Mohammed blieb am Freitag in ihren Zellen in dem US-Gefangenenlager auf Kuba. Ihre Verteidiger hatten erfolglos die Streichung des letzten Anhörungstages beantragt. Richter James Pohl hatte die Männer aber zu Beginn der Anhörung von der Anwesenheitspflicht entbunden. Der Freitag wird von Muslimen als heiliger Tag angesehen.

    Neben dem aus Kuwait stammenden Mohammed sind der Saudiaraber Mustafa Ahmad Al-Hawsawi, der Pakistaner Ali abd Al-Aziz Ali sowie die Jemeniten Ramzi Binalshibh und Walid bin Attash in Guantanamo wegen ihrer Rolle bei den Anschlägen vom 11. September angeklagt. Bei den Attacken des Terrornetzwerks Al-Kaida auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington waren fast 3000 Menschen getötet worden. Den Männern droht im Fall einer Verurteilung die Todesstrafe.

    Die am Montag begonnene Anhörung dient der Vorbereitung des Prozesses, der frühestens im kommenden Jahr beginnen dürfte. Die Sitzungen drehten sich unter anderem um die Frage, ob Einzelheiten der harschen Verhöre der Angeklagten durch die US-Geheimdienste öffentlich gemacht werden dürfen. Am Freitag beschwerten sich die Verteidiger, dass die Bestimmungen zur Ladung von Zeugen und Experten einseitig auf die Staatsanwaltschaft zugeschnitten seien.

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