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    Neun Jahre im Müll verrottet: Wert von Bugatti-Fälschung auf 125.000 Euro geschätzt

    Neun lange Jahre lag ein Oldtimer in der Garage eines britischen Technikers zwischen allerlei Unrat und unzähligen Müllsäcken im Dornröschenschlaf. Nach dem Tod des Mannes im vergangenen Jahr wurde das Modell, das dem Grand-Prix-Rennwagen Bugatti Type 51 zum Verwechseln ähnlich sieht, in der Garage des Mannes entdeckt. Experten schätzen, dass das Replikat bei einer Auktion für umgerechnet 125.000 Euro unter den Hammer kommen könnte. Eine beachtliche Summe, die allerdings nur ein Bruchteil dessen ist, was der Originalwagen einbringen würde.

    9 Jahre im Müll verrottet: Ist Bugatti-Fälschung 125.000 Euro wert? (Bild: Screenshot "The Sun")Laut der britischen Tageszeitung „The Sun“ erwarb Alan Riley 1987 die Bugatti-Fälschung in dem Glauben, dass es sich um den echten, heißbegehrten Rennwagen vom Typ 51 handele, der 1931 einen Automobil-Grand-Prix gewonnen hatte. Neben Alfa Romeo gehörte Bugatti damals zu den erfolgreichsten Marken im Autosport.

    Doch bei dem Wagen handelte es sich um eine Fälschung aus den 1980er Jahren. Das Auto gleicht dem Original zwar optisch, weist aber lediglich zwei für den Bugatti typische Komponenten auf: So besitzt das Modell etwa einen achtzylindrigen 2,3 Liter-Kompressormotor, der damals 180 PS aus der Maschine herauskitzelte.

    „Wir hatten nie die Gelegenheit, das Auto zu inspizieren, aber jetzt wissen wir alles darüber“, so David Sewell, ein unabhängiger Bugatti-Experte. „Alan ist mit dem Auto nie Rennen gefahren, aber er hat es zu allen Bugatti-Treffen rund um die Welt mitgenommen. Er sagte immer, es sei ein Original.“

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    In den vergangenen neun Jahren fristete das Auto jedoch ein tristes Dasein in der Garage seines Besitzers in der englischen Grafschaft Worcestershire. Statt den Duft der weiten Welt schnupperte der Wagen lediglich Moder und Müllduft. Warum der Mann seinen Wagen ausgerechnet in einer Garage voller Abfall unterstellte, ist nicht klar. Erst nach dem Tod Rileys im vergangenen Jahr wurde der Wagen aus dem Unrat wieder hervorgeholt.

    Jetzt soll das Modell bei einer Auktion versteigert werden – für eine ganze Menge Geld: „Es ist zwar kein Original Typ 51, aber es wurde nach Vorgaben des Typ 51 gebaut“, erklärte Bugatti-Kenner David Sewell. Das Original sei umgerechnet etwa 2,5 Millionen Euro wert. Eine Nachbildung zu bauen, würde umgerechnet knapp 200.000 Euro kosten. Sewell erklärte, er wäre überrascht, wenn das nun wieder entdeckte Replikat nicht mindestens 125.000 Euro einbringen würde. Zwar benötige der Wagen ein paar Streicheleinheiten. „Aber es wird toll sein, ihn wieder draußen und auf der Straße zu sehen.“

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    Für die Auktion in Leominster im britischen Herefordshire, die im September stattfinden soll, erwarten Experten Gebote aus aller Welt.


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