Ob ihre Internetnutzung schon eine kritische Stufe erreicht hat, können Jugendliche nun selbst testen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat einen Selbsttest (www.ins-netz-gehen.de) entwickelt, der klären hilft, ob die aufgebrachte Zeit in Chats, Sozialen Netzwerken oder bei Onlinespielen auf eine Abhängigkeit hinweist. Dazu müssen Jugendliche zum Beispiel Fragen beantworten wie „Wie häufig schlafe ich zu wenig wegen des Internets? Wie oft freue ich mich schon auf die nächste Internetsitzung?“, erläutert die Organisation.
Das Testergebnis stuft nicht nur das Surfverhalten ein, sondern gibt Jugendlichen auch Tipps, wie sie ihre Zeit vor dem Computer reduzieren können. Ein Instrument dafür ist beispielsweise der Online-Wecker, der dabei helfen kann, die Zeit im Internet besser im Blick zu behalten. Aufgelistet sind darüber hinaus auch Beratungsstellen vor Ort, an die sich Jugendliche wenden können.
* Selbsttest: www.ins-netz-gehen.de/check-dich-selbst/bin-ich-suechtig
* Online-Wecker: www.ins-netz-gehen.de/downloads/wecker
=Junge Frauen neigen eher zur "Facebook-Abhängigkeit"=
Die norwegische Psychologin Dr. Cecilie Schou Andreassen hat mithilfe eines an der Universität Bergen entwickelten Tests herausgefunden, dass "Facebook-Süchtige" eher jünger und weiblich sind. Junge Menschen, die ängstlich und unsicher sind, fühlen sich im anonymen Internet sichererer beim Kommunizieren als von Angesicht zu Angesicht. Mit verbunden mit einer "Facebook-Sucht" ist laut dem Report meist ein verschobener Tagesrhythmus, d.h., Betroffene gehen eher später ins Bett und tendieren dazu, zu spät aufzustehen.
Laut Dr. Andreassen sollte jemand, der folgende sechs Fragen mindestens viermal mit "oft" oder "sehr oft" beantwortet (Antwortmöglichkeiten "sehr selten", "selten", "manchmal", "oft" und "sehr oft"), seine Verhalten überdenken sollte:
* Du verbringst viel Zeit damit, über Facebook nachzudenken, oder mit dem Planen, wie und wann du Facebook nutzt.
* Du fühlst den Drang, immer mehr Zeit mit Facebook zu verbringen.
* Facebook hilft dier dabei, deine Probleme zu vergessen.
* Du wirst unruhig und beunruhigt, wenn du Facebook nicht nutzen kannst oder darfst.
* Du benutzt Facebook so viel, dass es deine Schulleistungen negativ beeinflusst.
Quellen: dpa, BZgA, Psychological Reports


