Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will im Frühjahr konkrete Vorschläge für eine bessere Kennzeichnung regionaler Produkte vorlegen. "Die Menschen wollen wissen, woher ihr Essen kommt", sagte Aigner. Für viele Kunden sei die regionale Herkunft ein Kaufargument. Aigner räumte allerdings ein, dass es nicht einfach sei zu definieren, "was regional ist". Nötig sei aber dennoch eine Bewertung, die dem Verbraucher helfe.
Aigner will nach eigenen Angaben zudem mit den Ländern über dringend notwendige Änderungen bei der Lebensmittelüberwachung und im Lebensmittelrecht sprechen. Die letzten Skandale hätten gezeigt, dass Handlungsbedarf bestehe, sagte Aigner der "Saarbrücker Zeitung". Sie erwarte in dieser Hinsicht von den Bundesländern "mehr Bereitschaft zur Zusammenarbeit". Länder wie Nordrhein-Westfalen, "die mich ständig kritisieren, sind wieder die ersten, die sich in dieser Frage keinen Millimeter bewegen wollen. Das geht nicht".
Im vergangenen Jahr hatten unter anderem der Fund Dioxin-verseuchter Eier, die durch Sprossen verursachten Infektionen mit dem gefährlichen Darmkeim EHEC und die Belastung von Hühnern in nordrhein-westfälischen Großmastanlagen mit Antibiotika für Aufregung gesorgt.


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