Angesichts des großen Interesses von Verbrauchern an Nahrungsmitteln aus ihrer jeweiligen Region will Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) die Kriterien für Regionalsiegel klarer formulieren. "Auch wenn Supermärkte noch für 86 Prozent der Deutschen die häufigste Bezugsquelle sind - es gibt eine Renaissance des Regionalen", sagte Aigner der "Bild". Um diesen Trend zu unterstützen, wolle sie Verbraucher künftig besser vor Täuschung durch unechte regionale Produkte schützen.
Aigner kündigte an, bei der Grünen Woche in Berlin ein erstes Konzept für klare Kriterien für Regionalsiegel vorzulegen. Eine Emnid-Umfrage für ihr Ministerium habe ergeben, dass 48 Prozent der Deutschen darauf achten, dass Lebensmittel aus einer bestimmten Region kommen, sagte Aigner. 45 Prozent der Befragten kauften demnach regionale Waren auf dem Wochenmarkt, 41 Prozent direkt beim Bauern, "weil sie kurze Wege wollen und den Bauern ihrer Region vertrauen". Die Grüne Woche, die weltgrößte Ernährungsmesse, beginnt am Freitag in Berlin.


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