Frankfurt/Main (dapd). Die Baumarktkette Hornbach mit Stammsitz im pfälzischen Bornheim hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Der Konzernumsatz der Hornbach Holding AG wuchs in dem zum 29. Februar endenden Geschäftsjahr um 6,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Das operative Ergebnis vor Steuern und Abgaben (Ebit) stieg um 6,3 Prozent auf 169,1 Millionen Euro.
Der Konzernjahresüberschuss ging dagegen um 4,5 Prozent auf 94,6 Millionen Euro zurück. Hornbach begründete dies mit einem Sondereffekt aus dem Vorjahr, in dem der Konzern eine einmalige Körperschaftssteuergutschrift von 8,2 Millionen erhalten habe.
Konzernchef Albrecht Hornbach zeigte sich bei der Bilanzvorlage hochzufrieden und sprach von einem "erstklassigen" Geschäftsjahr. Zugleich kündigte er für die Geschäftsjahre 2012/13 und 2013/14 eine deutliche Erhöhung der Investitionen auf jeweils 200 bis 250 Millionen Euro an. Geplant sei unter anderem der Bau von bis zu 15 neuen Filialen, mit denen zum Teil allerdings nur alte Standorte ersetzt werden sollen. Der Schwerpunkt der Expansion liege dabei unverändert im Ausland.
Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Hornbach den Angaben zufolge die Investitionen um fast 50 Millionen auf knapp 163 Millionen Euro gesteigert. Neben der Eröffnung von drei neuen Märkten sei dabei unter anderem ein zweistelliger Millionenbetrag in strategische Zukunftsprojekte wie den Ausbau des Onlinehandels geflossen.
Derzeit betreibt die im S-DAX gelistete Hornbach-Baumarkt-AG - der mit Abstand größte operative Teilkonzern der gesamten Hornbach-Gruppe - nach eigenen Angaben 134 Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern. Flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen oder Schließungen, legte der Umsatz dieser Märkte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,8 Prozent zu.
Besonders gut lief es in den deutschen Märkten, wo das flächenbereinigte Umsatzwachstum sogar 5,8 Prozent betrug. Das sei das stärkste Wachstum seit dem Börsengang des Teilkonzerns im Jahr 1993 gewesen. Insgesamt habe die Hornbach-Baumarkt-AG damit erstmals die Umsatzschwelle von drei Milliarden Euro überspringen können. Das Betriebsergebnis (Ebit) des Teilkonzerns verbesserte sich um 7,8 Prozent auf 128,4 Millionen Euro.
Bei den übrigen, wesentlich kleineren Unternehmensteilen steuerte die Hornbach Baustoff Union GmbH ein überdurchschnittliches Plus zum Gesamtwachstum der Holding bei. Mit ihren aktuell 24 Niederlassungen im regionalen Baustoffhandel in Südwestdeutschland steigerte sie das Ebit im Berichtsjahr um 16,5 Prozent auf 3,8 Millionen Euro. In der Hornbach Immobilien AG lag das Ebit mit 39,0 Millionen Euro dagegen nur leicht über dem Vorjahresniveau.
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