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    Aktie des Tages: Metro

    Düsseldorf (dapd). Deutschlands größter Handelskonzern Metro setzt nicht nur bei den Preisen, sondern auch beim Personal den Rotstift an. Um die vom harten Wettbewerb in den vergangenen Monaten erzwungenen Preissenkungen auszugleichen, plant der neue Konzernchef Olaf Koch einen spürbaren Stellenabbau unter den 4.000 Mitarbeitern der Düsseldorfer Konzernzentrale.

    Im ersten Quartal war die Metro (Other OTC: MTAGF.PK - Nachrichten) durch die Preisschlacht bei Elektroartikeln in die roten Zahlen gerutscht. Das neue Sparprogramm soll hier gegensteuern, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

    Koch, der erst sei dem Jahreswechsel an der Spitze des Handelsriesen steht, will den Konzern nach einer Phase der Stagnation wieder auf Wachstumskurs trimmen. Doch drückt die Neuausrichtung erste einmal auf die Gewinne.

    Vor allem bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn musste der Konzern zuletzt die Preise senken, um der Konkurrenz aus dem Internet besser Paroli bieten zu können. Allein im ersten Quartal kostete dies Koch zufolge 50 Millionen Euro. Weitere 23 Millionen Euro steckte der Konzern in Preisaktionen bei seinen Großhandelsmärkten. Gleichzeitig investierte der Konzern in sein Serviceangebot und forcierte seine Expansionsbemühungen.

    Die Folge: Im ersten Quartal musste die Metro Group unter dem Strich einen Verlust von 81 Millionen Euro ausweisen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Konzern noch einen Gewinn von 14 Millionen Euro gemacht.

    Die im Handel nicht ungewöhnlichen Verluste im ersten Quartal sollen allerdings eine Ausnahme bleiben. Für das Gesamtjahr erwartet Koch neben einem Umsatzplus ein Ergebnis "in etwa auf der Höhe des Vorjahres". Um dieses Ziel zu erreichen, kündigte er "schmerzhafte Einschnitte" in der Konzernzentrale und der angeschlossenen Hauptverwaltung an.

    Die zentralen Kostenstrukturen seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig, sagte der Manager. Der Konzern sehe hier ein Kostensenkungspotenzial von 100 Millionen Euro jährlich. Wie viele der 4.000 Arbeitsplätze in der Düsseldorfer Hauptverwaltung durch das Effizienzsteigerungsprogramm bedroht sind, sagte der Manager nicht. Das Konzept werde erst in den nächsten Monaten ausgearbeitet.

    Koch betonte, der Konzern habe "in den vergangenen Monaten massiv in bessere Preise und zusätzliche Kundenservices investiert". Dies zeige bereits erste Erfolge. Der Umsatz der Metro-Group stieg zwischen Januar und März um 2,2 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. In den ersten vier Monaten lag das Plus bei einem Prozent. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch mit Umsatzrückgängen gekämpft.

    Gespart wird aber nicht nur beim Personal. Auch das Investitionsbudget wurde um 200 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro gesenkt. Aufgegeben wurden die Pläne für einen Markteintritt in Indonesien.

    An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an. Die Metro-Aktie verlor bis zum Nachmittag fast zwei Prozent an Wert.

    dapd

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