Der US-Elektronikkonzern Apple hat seinen Quartalsgewinn auch von April bis Juni wieder stark gesteigert - die Anleger allerdings hatten mehr erwartet, so dass der Kurs der Apple-Aktie an der Wall Street fiel. Apple machte vor allem dank der Rekordverkäufe seines Tabletcomputers iPad einen Gewinn von 8,82 Milliarden Dollar (7,29 Milliarden Euro) im abgelaufenen Quartal, wie das Unternehmen mitteilte. Das waren 20,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Der Umsatz stieg sogar um 22,5 Prozent auf 35,02 Milliarden Dollar. Doch die an "außerordentliche Mitteilungen" gewöhnten Investoren hatten mit noch mehr gerechnet, wie etwa die Analysten der Seite 247WallStreet.com erklärten. Der Kurs der Apple-Aktie gab daher im nachbörslichen elektronischen Handel um 5,10 Prozent nach.
Die Verkäufe des iPad und des iPhone nahmen zwar weiter zweistellig zu - die Raten waren aber weniger hoch als noch im Vorquartal. Apple verkaufte im Frühjahrsquartal 26 Millionen iPhones und damit 28 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Von Januar bis März hatte die Steigerungsrate aber noch 88 Prozent betragen. Vom iPad verkaufte Apple 17 Millionen Stück, ein Anstieg um 84 Prozent. Im Winterquartal hatte dieser Zuwachs aber noch 151 Prozent betragen.
Apple-Chef Tim Cook erklärte, auch sein Unternehmen spüre die Schuldenkrise in Europa: Die Verkäufe in Griechenland, Italien und Frankreich seien "besonders schlecht", die in Deutschland hätten um weniger als zehn Prozent zugenommen. "Glücklicherweise stellen sich diese Probleme in den USA und in China nicht. In Lateinamerika seien die Verkäufe "fast schon schockierend" stark gewachsen.



