Neben Nokia gehört auch der Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) zu den großen Verlierern des Smartphone-Booms. Zu lange haben sich die beiden Firmen aus Finnland und Kanada auf den Erfolgen ihrer Vergangenheit ausgeruht und Innovationen bei der Hard- und Software den Wettbewerbern überlassen – allen voran Apple, Samsung und LG. Mit einer am Reißbrett schnell entworfenen neuen Gerätegeneration, die im Herbst kommen soll, versucht das Unternehmen nun die Krise einzudämmen. Die neuesten Geschäftszahlen zeigen jedoch die dramatische Lage, in der RIM steckt.;
Die Verkaufszahlen der Blackberry-Smartphones sowie des Tablet-PCs Playbook sind enttäuschend ausgefallen. Besonders letzteres Gerät liegt wie Blei in den Regalen der Händler. US-Analysten schätzen, dass RIM im letzten Vierteljahr seit dem Verkaufsstart lediglich 490 000 Stück vom Tablet-PC Playbooks verkauft hat. Zum Vergleich: Apples iPad ging in den ersten drei Monaten nach der Markteinführung mehr als neun Millionen Mal über die Ladentische. Der Flop mit dem Playbook war indes abzusehen. Die Fachpresse stellte dem Tablet-PC von RIM kein gutes Zeugnis aus. Sie kritisierte das Fehlen einiger grundlegender Funktionen wie eine Mail-App. Die Kanadier verteidigten ihr Konzept mit dem Hinweis, das Playbook sei als Komplimentärgerät für Blackberry-Smartphones konzipiert.
RIM versucht derzeit durch Übergangslösungen den Negativtrend zu stoppen und will neben Geschäftskunden auch die junge Generation für Blackberry begeistern. So haben die Kanadier einen eigenen Musikdienst angekündigt. Um die Schwäche bei Apps auszubügeln, sollen künftige Blackberry-Geräte per Update einen Android-Player erhalten, auf dem entsprechende Anwendungen laufen sollen.
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