Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat von der Bundesregierung eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge gefordert. Ohne eine solche Senkung "hätten wir am Ende der Legislaturperiode unterm Strich einen höheren Sozialversicherungsbeitrag als zu Anfang", sagte Hundt der "Passauer Neuen Presse". Deshalb müsse es "zu Jahresbeginn 2013 Entlastungen bei den Sozialbeiträgen geben".
Auf Beitragserhöhungen wie bei der Pflege oder auf zusätzliche Leistungen in der Rentenversicherung müsse die Koalition verzichten, sagte Hundt. Das vor allem von der CSU geforderte Betreuungsgeld, das Geldleistungen für die Betreuung von Kleinkindern im Elternhaus vorsieht, kritisierte Hundt scharf: "Ich kann nur dringend raten, die Pläne für das arbeitsmarkt- wie bildungspolitisch unsinnige Betreuungsgeld zu verwerfen."
Hundts wirtschaftlicher Ausblick für 2012 fiel optimistisch aus. "Die deutsche Wirtschaft steht weiter sehr gut da", sagte er. Er erwarte einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen: "Im Jahresschnitt rechne ich mit einem Rückgang auf bis zu 2,8 Millionen."


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