WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Arbeitgeber und IG Metall einigen sich offenbar auf Lohnerhöhung

    Sindelfingen (dapd-bwb). Eine Einigung im Tarifkonflikt der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie ist in greifbarer Nähe. Die Beschäftigten sollen 4,3 Prozent mehr Entgelt für 13 Monate erhalten, verlautete am frühen Samstagmorgen aus Verhandlungskreisen am Samstagmorgen in Sindelfingen bei Stuttgart. Für 4.30 Uhr kündigten Arbeitgeber und IG Metall eine Pressekonferenz an.

    Die Gewerkschaft hatte bundesweit 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert, die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitsprache des Betriebsrats beim Einsatz von Leiharbeitern. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 3,0 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 14 Monaten geboten.

    Eine Annäherung hatte sich in der fünften Verhandlungsrunde bereits angedeutet, die am Freitag fortgesetzt wurde. Beide Parteien hatten stets betont, dass erst die qualitativen Punkte unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung des Betriebsrats bei der Leiharbeit geklärt werden müssen, bevor es um die Entgeltfrage gehen könne. "Inzwischen wird über alle drei Themen gesprochen", sagte ein Sprecher der IG Metall am frühen Samstagmorgen nach mehrstündigen Verhandlungen. Es gebe zwar noch strittige Punkte, diese schienen aber lösbar zu sein. Ob es dazu eine Einigung gab, wurde vor der Pressekonferenz jedoch nicht bekannt.

    Unbefristete Streiks scheinen damit aber abgewendet. Die IG Metall hatte damit für den Fall gedroht, dass ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Der Abschluss gilt als richtungsweisend für die anderen Bezirke. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatten in den vergangenen Wochen bundesweit mehrere Hunderttausend Metall-Beschäftigte zeitweise die Arbeit niedergelegt.

    dapd

    Quizaction