Hamburg (dapd). Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt ist nach knapp der Hälfte der Wahlperiode enttäuscht von der schwarz-gelben Bundesregierung. "Schwarz-Gelb war die Wunschkonstellation der Wirtschaft. Viele Erwartungen sind bisher leider nicht erfüllt worden", sagte Hundt dem "Hamburger Abendblatt"laut Vorabbericht. "Die Regierungskoalition bleibt deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück, vor allem vor dem Hintergrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung."
Die Steuersenkungspläne der Koalition lehnte Hundt ab. "Der Schuldenabbau muss eindeutig Priorität haben. Ich sehe keinen Spielraum für größere Steuersenkungen vor der nächsten Bundestagswahl", sagte der Präsident der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände (BDA). "Es wäre unsinnig, jetzt Flickschusterei zu betreiben. Mini-Entlastungen helfen niemandem."
Außerdem kritisierte der Arbeitgeberpräsident die Energiewende. "Die Politik hat überstürzt und ohne die Konsequenzen zu bedenken den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Es wird schwierig sein, die Energieversorgung in Deutschland sicher und bezahlbar zu halten", sagte er.
dapd


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