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    Augenfarbe gibt Hinweise auf mögliche Hautkrankheiten

    "Ich schau dir in die Augen, Kleines, und sag dir, welche Krankheit du kriegst." Dass man an der Augenfarbe Informationen über mögliche Krankheitsrisiken ablesen kann, behauptet zumindest ein amerikanisches Forscherteam. Im Rahmen einer Gen-Studie haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass blauäugige Menschen weniger zu Autoimmunkrankheiten neigen, die sich auf der Haut bemerkbar machen. Dafür leiden Braunäugige seltener an Hautkrebs.

    Die Augenfarbe gibt Hinweise auf mögliche Hautkrankheiten (Bild: thinkstock)Richard Spritz und sein Forscherteam von der University of Colorado School of Medicine (USCM) untersuchten 3.000 Amerikaner europäischer Abstammung. Alle Versuchsteilnehmer litten unter Vitiligo – einer Autoimmunkrankheit, bei der das menschliche Abwehrsystem die eigenen Pigmentzellen attackiert. Als Folge der Erkrankung, die auch Weißfleckenkrankheit genannt wird, kommt es auf der Haut zu Pigmentstörungen in Form von weißen Flecken.

    Im Verlauf ihrer Studie, veröffentlicht im Fachmagazin „Nature Genetics“, entdeckten die Forscher insgesamt 13 Genvarianten, die das Risiko für Vitiligo erhöhen. Dabei stellten sie unter anderem fest, dass bei Vitiligo-Patienten das Risiko höher ist, auch an anderen Autoimmunkrankheiten zu erkranken – zum Beispiel an Diabetes Typ 1, rheumatoider Arthritis oder Lupus.

    Was Spritz und sein Team ebenfalls herausfanden: Offenbar erlaubt die Augenfarbe Rückschlüsse auf das Risiko für bestimmte Hautkrankheiten. Menschen mit blauen oder grauen Augen waren unter den 3.000 Vitiligo-Patienten mit nur 27 Prozent unterrepräsentiert. Dunkle Augen sind demnach mit einer höheren Vitiligo-Gefahr verbunden. Braunäugige Menschen haben nach Ansicht der Forscher hingegen ein geringeres Risiko als Helläugige, an der gefährlichsten Hautkrebs-Art, dem schwarzen Hautkrebs, zu erkranken.

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    „Genetisch gesehen sind Vitiligo und schwarzer Hautkrebs gewissermaßen Gegenspieler", so Spritz gegenüber dem Fachjournal. Eine Genvariante erhöhe die Gefahr der einen Hautkrankheit und senke die der anderen. Er und sein Team gehen davon aus, dass Vitiligo eine Überaktivität eines Prozesses darstellt, bei dem das Immunsystem entartete Hautkrebszellen sucht und zerstört.

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