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    Berlins Innensenator zieht positive Bilanz nach 1. Mai

    Weniger Festnahmen und verletzte Beamte als zuvor

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    Nach den Krawallen Linksautonomer am 1. Mai in Berlin hat Innensenator Frank Henkel (CDU) eine positive Bilanz des Polizeieinsatzes gezogen. Die Doppelstrategie der Kommunikation im Vorfeld und des harten Durchgreifens bei Gewalttaten habe gegriffen, sagte Henkel dem RBB-Sender Radio Eins. Henkel rechtfertigte insbesondere die Entscheidung der Polizei, die "Revolutionäre-1.Mai-Demonstration" nach Beginn der Ausschreitungen vorzeitig aufzulösen. "Zum konsequenten Eingreifen zählt auch, dass Polizeiführer vor Ort Entscheidungen treffen", sagte der Innensenator.

    Der Zug durch den Berliner Stadtteil Kreuzberg mit mehr als 10.000 Teilnehmern war gegen 21 Uhr in der Nähe des Jüdischen Museums von der Polizei aufgelöst worden. Damit konnte die Demonstration nicht wie geplant erstmals in den Stadtteil Mitte weiterziehen, in dem sich auch das Regierungsviertel befindet. Henkel verwies darauf, dass der Veranstalter der Demonstration nicht in der Lage gewesen sei, für einen gewaltfreien Verlauf zu sorgen.

    Bei der Demonstration waren gleich nach Beginn die Fensterscheiben eines Geldinstituts eingeworfen worden, während des weiteren Verlaufs wurden die Beamten wiederholt mit Böllern, Flaschen und Steinen beworfen. Nach dem Ende des Umzugs gab es rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor erneut gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei, doch gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage zusehends. Der U-Bahnhof wurde vorübergehend geschlossen.

    Trotz der Ausschreitungen habe es beim diesjährigen 1. Mai in Berlin deutlich weniger Festnahmen und deutlich weniger verletzte Polizisten gegeben als im Vorjahr, berichtete der Online-Dienst der "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf ranghohe Polizeikreisen. Genaue Zahlen wollen Henkel und die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers am Nachmittag mit einer Bilanz des Einsatzes vorlegen.

    Die Demonstration zum "Revolutionären 1. Mai" war in der Vergangenheit immer wieder Ausgangspunkt von Krawallen. Erstmals hatte es solche vor 25 Jahren gegeben. Dazu sagte Henkel: "Wenn man sich die Entwicklung anschaut der letzten 25 Jahre, dann kann ich heute am 2. Mai 2012 sagen, wir sind auf einem wirklich guten Weg." Auch der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernd Witthaut, erklärte: "Die Strategie der Berliner Polizei ist aufgegangen." Die aus der Vergangenheit bekannten stundenlangen Straßenschlachten seien ausgeblieben und Gewalttäter zielsicher identifiziert und festgenommen worden.

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