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    Bahr schließt Vertrauensfrage Westerwelles aus

    Brüderle ruft vor FDP-Klausurtagung zu Fairness auf

    Meistgelesene Artikel - Politik

    Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat eine Vertrauensabstimmung über Außenminister Guido Westerwelle bei der Klausurtagung der Bundestagsfraktion in Bergisch Gladbach ausgeschlossen. Die Vertrauensfrage "stellt man dann, wenn es erforderlich ist", sagte Bahr im Radiosender WDR 2. Die Debatte über Westerwelle werde jedoch "auch parteitaktisch geführt". Zudem gebe es nicht viele Fraktionsmitglieder, "die sagen, Guido Westerwelle hat das Vertrauen nicht mehr", sagte Bahr. Westerwelle habe sowohl in der Außenpolitik als auch für die Partei Erfolge vorzuweisen.

    Die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" hatte zuvor unter Berufung auf Parteikreise berichtet, der wegen seiner Haltung im Libyen-Konflikt unter Druck geratene Westerwelle erwäge, bei der Fraktionsklausur die Vertrauensfrage zu stellen. Westerwelle sei fest entschlossen, um sein Amt zu kämpfen, weshalb es eine "klare Entscheidung" geben müsse, ob die Partei weiter zu ihm stehe. Gegen Westerwelle waren wegen seiner Libyen-Politik Rücktrittsforderungen laut geworden, nachdem er in Äußerungen zur Entwicklung in dem Land zwar die Wirkung der von Deutschland unterstützten Sanktionen, nicht aber den NATO-Beitrag erwähnt hatte. Erst am Sonntag bekundete er Respekt für den Militäreinsatz.

    FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sagte im ARD-"Morgenmagazin" auf die Frage, ob er sich einen Verbleib Westerwelle im Außenministerium bis zum Ende der Legislaturperiode wünsche, zunächst: "Ich wünsche mir, dass wir fair miteinander umgehen." Später ergänzte er, Westerwelle könne "sehr wohl" im Amt bleiben. Er wolle ihm "die Möglichkeit geben, seine Arbeit fortzusetzen", sagte Brüderle. Auch FDP-Chef Philipp Rösler habe "ausdrücklich gesagt, dass er mit Westerwelle seine Arbeit fortsetzen will". In der Libyen-Frage hätten Rösler und Westerwelle zudem "eine gemeinsame Linie", sagte Brüderle.

    Der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker, sagte dem Sender Deutschlandradio Kultur, es bringe nichts, "in Endlosschleife" über Westerwelle zu reden. Es gehe nun vielmehr "darum, Antworten zu liefern, zum Beispiel bei der Euro-Krise. "Das werden wir nicht tun, wenn wir die ganze Zeit nur über die eine oder über die andere Person reden", kritisierte Becker. Die zunächst skeptische Position des Außenministers zum Libyen-Einsatz sei zudem von "großen Teilen der deutschen Bevölkerung und übrigens auch von der gesamten Opposition" geteilt worden.

    Die Bundestagsfraktion der FDP kommt ab heute zu einer dreitätigen Klausurtagung auf Schloss Bensberg zusammen. Dabei wollen die Abgeordneten über den künftigen Kurs der in den Umfragen abgerutschten Partei beraten, unter anderem in der Wirtschafts- und Bildungspolitik. Am Donnerstag ist eine Debatte über die Europapolitik geplant. Zu der Klausur wird auch Parteichef Philipp Rösler erwartet.

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    38 Kommentare

    • Laudatisimo  •  vor 8 Monaten
      Die Natur hat für gewiße Aufgaben gewiße Kreaturen und so sammeln sich Geier und hacken im Aas herum. Fäschlicherweise glaubt diese Spezie, die damit ihr anmassendes Ego zu nähren versucht, sie könnten die Welt damit besser machen. Doch in der Tat führen sie sch auf, wie zur Zeiten der Inquisition.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 8 Monaten
      Also, er hat sich vor den Bundestagswahlen 2009 mit großkotzig seitlich erhobenen Armen hingestellt und hat Wahlkampf gemacht. "Mehr netto von brutto, mit uns ist dies oder jenes nicht zu machen" und und und. Er ist mit seinen Vorsätzen in der Koalition mit der stockkonservativen CDU gescheitert (würde jede andere kleine F.u.m.m.e.l.partei auch - CDU oder SPD bilden immer nur notgedrungen eine Koalition, damit sie die erforderliche Mehrheit zur Machtergreifung erreichen). Die Vorhaben und Pläne der kleineren Mitläuferpartei wird man denen schon ausreden.

      Das hat man Westerwelle niemals verziehen. Nun kann er machen, was er will, es kann gar nicht richtig sein.

      Irgendwie finde ich das ungerecht. Und dass er schwul ist, also bitte, das ist eine sexuelle Richtung. Da gibt es perversere Sexpraktiken bei Heterosexuellen, über die nicht geredet wird. Das sollte man außen vor lassen.

      Nur zum Verständnis: Ich habe die FDP damals nicht und werde sie auch künftig nicht wählen.
    • Axel  •  vor 8 Monaten
      Diese Partei sollte sich selbst die Vertrauensfrage stellen !
      Wer so einen Schunkelladen wählt, kann doch nicht alle gerade haben.
      Seit Jahrzehnten drehen und wenden die sich, nur damit ihre Ärsche im Parlament und in den Ministersesseln hocken bleiben können um in aller Ruhe, Pensionen, Staatszuwendungen, Gehälter und sonst was für Annehmlichkeiten einstreichen zu können. Mal rechts mal links oder mal die Mitte, egal und wenn das nicht geht mache Sie die Harz 4 Empfänger platt oder kriechen den Unternehmern in den Arsch.
      Auf so was kann eine Demokratie gut verzichten !!!
    • berne  •  vor 8 Monaten
      Nicht Westerwelle ist das Problem sondern die ganze FDP.
    • Blaupause  •  vor 8 Monaten
      Man sollte bei Guido statt der Vertrauensfrage besser die Zweifelsfrage stellen oder ihn gleich mit der Fangfrage des Schwachsinns überführen.
    • Martin  •  vor 8 Monaten
      Könnt ihr nicht aufhören Politik und Wirtschaftsnachrichten zu senden.
      Das ist sowas von nervend und einfach nur noch VOLKSVERDUMMUNG
    • Martin  •  vor 8 Monaten
      @ Jo

      Du hast vollkommen recht......
    • KandiS  •  vor 8 Monaten
      Nur mal eine Frage welche Erfolge hat er denn bitte vorzuweisen !!!
      Er hat doch nur Glück gehabt das die Leute keine große Koalition mehr wollten.
      Anscheinend haben wir hier wieder das Gutenberg syndrom
    • HESirAdam  •  vor 8 Monaten
      Die Frage stellt sich auch nicht NIEMAND HAT VERTRAUEN ZU DIESEM MANN! ALSO ist eine VERTRAUENSFRAGE überflüssig.
    • Bernd Henning  •  vor 8 Monaten
      Eines ist klar: Der Niedergang der FDP ist eng verbinden mit der Person Westerwelle. Deshalb ist es richtig zu sagen, dass die Vertrauensfrage nur dann gestellt wird, wenn es nötig ist. Ist es nötig? Spätestens, wenn die nächsten 2 Wahlen für die FDP verloren gehen, wird auch Herr Bahr wissen, dass es besser gewesen wäre, Westerwelle in dieser Klausurtagung abzuschießen.
      Es gibt keinen Politiker, der der Bundesrepublik so viel geschadet hat, wie Westerwelle. Und dabei ist es egal, ob außen- oder innenpolitisch. Erinnert sei hier nur an seine Reise nach China, auf der er seinen schwulen Freund mitgenommen hat – einen weltwirtschaftlich völlig unbedeutenden Geschäftsmann – angeblich, um mit China für Deutschland wichtige Geschäftsverbindungen zu knüpfen. Oder seine zweifelhaften Äußerungen in Zusammenhang mit Harz IV-Empfängern und spätrömischer Dekadenz. Nicht zuletzt seine Enthaltung in der Abstimmung von Militärschlägen der Nato gegen Libyen.
      Die Wähler werden es schon richten, liebe FDP.
    • sabineffm  •  vor 8 Monaten
      einfach weg damit .................
    • Jochen K  •  vor 8 Monaten
      Die Umfragewerte der FDP liegen bei 4 % - das wird sich aber bei der nächsten Wahl noch weiter nach unten korrigieren, weil die wenigsten FDP - Wähler noch wählen gehen und nur das wäre zählbar. Westerwelle war mir von Anfang an unsympathisch, ausserdem halte ich einen Aussenminister mit homosexuellen Neigungen gerade in den aktuellen Krisengebieten im nahen Osten für den falschen Ansprechpartner. Gerade da wo's brennt wird er sicher nicht ernst genommen, das ist ein Problem, mit dem ein Genscher keine Probleme hatte. Westerwelle hat durch seine Inkompetenz und seine unhaltbaren Wahlversprechen der FDP einen irreparablen Schaden zugefügt. Fazit auch für mich: absolut unwählbar.
    • Michaela  •  vor 8 Monaten
      So manch eine Partei ist nur in der Opposition gut......
    • Dietrich von Bern  •  vor 8 Monaten
      Die Bundeswehr ist als reine Verteidigungsarmee gegründet worden. Das will ich hier mal klar stellen. Diese Armee hat im Ausland absolut nichts zu suchen. Die bisherigen Einsätze sind reiner Verfassungsbruch. Hätten wir zur Zeit der Irak-Geheimdienst-Lüge Frau Merkel als Kanzlerin gehabt, wären wir in den Krieg auch noch herein geschlittert. Sie hat sich dem Kriegsverbrecher Georg W. Bush förmlich an den Hals geworfen. Ich mag Herrn Westerwelle nicht aber die Entscheidung sich aus Libyen heraus zu halten war richtig. Die anderen Schauplätze, an denen unsere Soldatinnen und Soldaten verheizt werden sind absolut ausreichend.
    • Max  •  vor 8 Monaten
      Ach ja, den Bahr gibt's ja auch noch! Und Gesundheitsminister ist er ja auch...

      Bei den vielen Flachpfeifen im Kabinett kann man den einen oder anderen Dampfplauderer ja schon mal übersehen, jedenfalls so lange, bis auch aus einer solchen Ecke angewärmte und substanzlose Luft gepustet wird. Und dann wird einem das ganze Desaster schlagartig klar:

      schlimm, dass dieser ganze Kindergarten momentan in einer REGIERUNGSPARTEI herumsitzt. Das wird sich zwar bald ändern, aber jeder einzelne noch kommende Tag ist schon zuviel...
    • Früchtchen  •  vor 8 Monaten
      Also ich bitte Euch ! Diese "Gesundheitsminister" kann man doch nicht für voll nehmen, oder ? der hat das Charisma eines Grundschullehrers und sieht immer so aus, als ob er gleich in Tränen ausbrechen würde und nach "Muddi" schreit.
      Diese ganze desolate FDP ist nicht würdig sich "Regierungspartei" zu nennen.
      Ich fordere Neuwahlen. SOFORT. Wer regiert ein Land mit 3 % ? Wir haben immer so coole Sprüche drauf, aber ändern ?......tun wir das ? Nein.
      Das war keine Pauschalmeinung, sondern meine EIGENE.
      Schönen Tag.
    • Simon  •  vor 8 Monaten
      Umfragewerte bei ca 4%!
      das manche Leute einfach nicht merken wollen das Ihre Linie nicht gewollt ist und dann nicht den Mut haben ehrenvoll abzutreten sondern sich immer noch durchdrücken wollen.
      Schlechtes Vorbild
    • webmehl  •  vor 8 Monaten
      habe gelesen, dass viele männer dieser partei in die APPD (Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands) wechseln, um üpberhaupt noch eine chance darauf zu haben nicht richtig arbeiten zu müssen, ausser den gaydo, den will niemand haben
    • Jerry  •  vor 8 Monaten
      zu laudatisimo.du stellst fast unser ganzes volk als öko-kommunisten dar.ich bin 61 und lange jahre berufssoldat als fallschirmspringer bei der bundeswehr gewesen.ich habe mehr für unser volk getan,als du es jemals schaffen wirst.solche äußerungen können ganz schön kritisch für dich werden.westerwelle ist einfach nur ein versager.99% sind der gleichen meinung.
    • dwgaf  •  vor 8 Monaten
      Wenn nicht jetzt, wann dann ...?
      Die FDP weiß wohl zu genau, wie das Ergebnis aussehen würde und will die Vertrauensfrage deshalb unter allen Umständen umgehen und vermeiden.
      Nur nicht der Wahrheit ins Gesicht sehen müssen.

      Die Lage und das Ansehen der FDP hat aber auch was Gutes, hat nur noch keiner erkannt:
      Ist der Ruf erst ruiniert, bescheißt sich's völlig ungeniert
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