Das deutsche Baugewerbe blickt dank gestiegener Nachfrage optimistisch auf die kommenden Monate. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden erhöhte sich die Zahl der Auftragseingänge im abgelaufenen Jahr 2011 preisbereinigt um 4,4 Prozent. Zum Jahresschluss im Dezember stiegen sie im Vergleich zum Dezember 2010 sogar um 14,1 Prozent.
Es bestehe "Hoffnung auf ein gutes Baujahr 2012", erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin zu den Zahlen. Insgesamt erwarte er 2012 allerdings nur noch ein Umsatzplus von 2,5 Prozent.
Nach Angaben des Verbands profitierte der Wohnungsbau zum Jahresende 2011 von den Unsicherheiten an den Finanzmärkten und den niedrigen Zinsen. Anleger suchen daher Alternativen für ihre Geldanlage auf dem Sparbuch. Hinzu kommt, dass die Zinsen für Immobilienkredite derzeit vergleichsweise günstig sind. Allerdings steigen derzeit auch die Preise für Wohnungen und Häuser deutlich, wie die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht feststellte.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Umsatz des Baugewerbes im Gesamtjahr 2011 gegenüber den Vorjahr um nominal 12,5 Prozent auf rund 93,4 Milliarden Euro. Laut Verband der Deutschen Bauindustrie erreichte er damit den höchsten Stand seit Anfang der 1990er Jahre. Zudem erwarteten zwei Drittel der Bauunternehmen für 2012 Jahr eine "stabile Geschäftslage", erklärte der Verband unter Berufung auf eine Befragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Rund 13 Prozent rechneten trotz der schwächeren gesamtwirtschaftlichen Wachstumsperspektiven sogar mit weiteren Verbesserungen.


Bisher keine Kommentare vorhanden