Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden

Entdecken Sie Nachrichten, Videos und andere Inhalte, die Ihre Freunde gelesen oder gesehen haben. Welche Ihrer Aktivitäten andere sehen, bestimmen Sie alleine.

Zuerst

WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Baum nennt Westerwelle in Libyen-Frage rechthaberisch

    Hamburg (dapd). Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum hat Außenminister Guido Westerwelle (beide FDP) in der Libyen-Frage rechthaberisches Verhalten vorgeworfen. Westerwelle müsse "einen Funken Selbstkritik haben" und den militärischen Erfolg der Alliierten und der Aufständischen in Libyen "endlich anerkennen", sagte Baum am Donnerstag zu "Spiegel Online". Er kritisierte den ständigen "Verweis auf die von Deutschland unterstützten Sanktionen, die angeblich das Regime erschüttert haben".

    Die Enthaltung Deutschlands bei der Libyen-Resolution im UN-Sicherheitsrat kritisierte Baum scharf. Die "Westerwelle-Doktrin" habe "schweren Schaden gebracht". Mit ihr gebe es in der westlichen Wertegemeinschaft keine "Partnership in Leadership" mehr, also keine gemeinschaftliche Führung, wie sie George Bush senior Deutschland 1989 angeboten hatte. Das finde er schlimm.

    Für Westerwelles "falsche Positionen" wie in der Libyen-Frage müssten zudem die Liberalen insgesamt haften. "Man hätte im Frühjahr die Ära Westerwelle in der FDP auch personell konsequent beenden müssen", sagte Baum. Dazu seien die Jungen in der Partei leider nicht bereit gewesen.

    Harsche Kritik an Westerwelle kam am Donnerstag auch von einem weiteren Parteifreund. Der frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage forderte ihn im SWR-Magazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz" zum Rücktritt auf. Westerwelle sollte endlich die Mitverantwortung für das schlechte Abschneiden der Liberalen in Rheinland-Pfalz übernehmen. Der FDP-Politiker betonte: "Das heißt, Herr Westerwelle müsste jetzt eigentlich anständig zurücktreten."

    Bauckhage sagte weiter, früher habe die FDP in Zeiten, in denen es "inhaltlich nicht so funktionierte", wenigstens noch zugkräftige Persönlichkeiten vorzuweisen gehabt. Heute dagegen sei die Lage der FDP schlimmer. "Jetzt haben wir eben Leute, wie Westerwelle und Niebel, die nicht die Köpfe sind, die die Leute wählen wollen."

    dapd

    Quizaction

     

    3 Kommentare

    • Fedja Tru.  •  vor 8 Monaten
      Was tut sich denn plötzlich in der FDP? Wewe ist schon immer ein Rechthaber gewesen, ein hohle Phrasendrescher und ohne Selbstkritik. Warum tun die so neu? Kramt einer wieder hinter den Kulissen oder was?
    • Matthias  •  vor 8 Monaten
      Wir , die die FDP Führung nur von weitem betrachten können und schon bei diesem Anblick den Kopf schütteln, ahnten , dass Westerwelle und Konsorten hohl waren und sind.Nun kommen die alten Granden der FDP und bestätigen diese AHnung , wie man so schön sagt . " aus gut unterrichteten Kreisen".
      • Horst vor 8 Monaten
        Wieder einmal Gerhard Baum, an seinem Wesen soll die FDP genesen? Ich habe erhebliche Zweifel. Dessen Zeit ist doch längst abgelaufen, offenbar kann er sich damit nicht abfinden.
        Ich halte die Entscheidung der Bundesregierung für unbedingt richtig - die Deutschen müssen nicht an jeder kriegerischen Auseinandersetzung teilhaben. Wir wollen doch noch in den Spiegel schauen können.
    • Fredo Friedo  •  vor 8 Monaten
      Oben: Bilder des Tages

      Rebellen setzen 1.7 Milliarden Dollar Kopfgeld aus.

      Offenbar entgleisten die sog. Journalisten jetzt endgültig und können zwischen Millionen und Milliarden nicht mehr unterscheiden. Brauchen Sie ja auch nicht. Hauptsache, sie plappern die Nato-Propaganda nach.
      • hadsch vor 8 Monaten
        sehr richtig, das sind doch alles keine jurnalisten sondern von bestimmten seiten manipulierte figuren.