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    Bericht: Fahnder übersahen Hinweis beim Heidelberger Polizistenmord

    München (dapd). Eine bislang unbekannte Polizeipanne hat die Entdeckung der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) 2009 offenbar verhindert. Bei den Ermittlungen zum Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter im April 2007 in Heidelberg sei ein wichtiger Zeugenhinweis nicht verfolgt worden, berichtete der "Focus" am Sonntag. Demnach vernahmen die Fahnder zwei Jahre nach dem Verbrechen einen 58-jährigen Mann, der erklärte, ihm sei am Tag vor dem Mord ein Wohnmobil aufgefallen, das am späteren Tatort gestanden habe.

    Unmittelbar nach dem Mordanschlag war bei der Ringalarmfahndung ein Wohnmobil mit Chemnitzer Kennzeichen erfasst worden. Eine Überprüfung der Halterdaten unterblieb jedoch - auch nach der Zeugenaussage zum Wohnmobil am Tatort. Die Überprüfung des Nummernschilds hätte zu den Terroristen des NSU führen können.

    dapd

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