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    Berliner Flughafen BER startet womöglich erst 2013

    Landkreis hat Vorbehalte gegen Übergangslösungen

    Der neue Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) kann möglicherweise erst 2013 den Betrieb aufnehmen: Der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der Landkreis nur einen voll automatisierten Brandschutz genehmigen wird. Offenbar hatte der Flughafen mit einer Übergangslösung gerechnet, in der einige Brandschutzmaßnahmen per Hand aktiviert werden.

    Der neue Flughafen sollte ursprünglich am 3. Juni eröffnet werden, doch in der vergangenen Woche sagten der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), und der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) den Termin ab. Als Grund wurde angegeben, dass der Brandschutz im rund 300.000 Quadratmeter großen Terminalgebäude nicht fertiggestellt sei.

    Zwei Tage nach dieser Ankündigung teilte das Bauordnungsamt Dahme-Spreewald der Geschäftsführung des neuen Flughafens indirekt mit, dass Übergangslösungen beim Brandschutz nicht genehmigt würden. "Ein weiterer Antrag, der die Nutzung des Terminals mit Interimsmaßnahmen wie zum Beispiel die Mensch-Maschine-Schnittstelle beinhaltet, wird nicht zum Erfolg führen", zitierte die "Bild"-Zeitung aus dem Schreiben. Hierzu zählen demnach der manuelle Betrieb von Sprinkleranlagen oder Türen.

    Loge sagte, dass er als Reaktion auf das Schreiben einen Anruf aus der Geschäftsführung des Flughafens erhalten habe. "Dann wird es erst März, teilte der Anrufer mit." Offenbar habe die Geschäftsführung mit einer Genehmigung gerechnet, bei der Übergangslösungen inbegriffen seien. Dies sei zwar denkbar gewesen, sagte Loge, aber nur in geringem Umfang. "Überspitzt gesagt geht es nicht an, dass an den Brandschutztüren Männer mit Thermoskannen auf Schemeln sitzen", sagte Loge.

    Laut seinen Angaben wird das Bauordnungsamt des Landkreises den Brandschutz mithilfe von Gutachten von vereidigten Sachverständigen genehmigen. Die mehreren Dutzend Gutachten deckten "wie ein Mosaik" das gesamte Terminalgebäude ab. Um den Genehmigungsprozess zügig abwickeln zu können, will Loge die Zahl der Prüfer von sieben auf 30 erhöhen. "Innerhalb von rund zwei Wochen kann die Genehmigung erfolgen, wenn die Gutachten schlüssig und eindeutig sind", sagte er. Noch habe die Behörde aber kein einziges Gutachten erhalten.

    Loge sagte, dass die Prüfung der Standsicherheit, in der Fachsprache "Prüfstatik", beim Flughafen fast abgeschlossen sei. Es bliebe von Seiten des Landkreises lediglich der Brandschutz zu genehmigen.

    Bisher ist unbekannt, auf welches Datum der Aufsichtsrat des Flughafens die Inbetriebnahme von BER festlegen wird. Am Mittwochnachmittag wollte er über die Verschiebung der Eröffnung und einen neuen Termin beraten.

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