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    Bekannter spanischer Richter Garzón erhält Berufsverbot

    Starjurist will gegen Urteil ankämpfen

    Der wegen seiner Ermittlungen zu Menschenrechtsverbrechen international bekannte Richter Baltasar Garzón ist in Spanien mit einem elfjährigen Berufsverbot belegt worden. Der Oberste Gerichtshof in Madrid sprach die Strafe wegen illegaler Abhörpraktiken aus. Der Starjurist will gegen das Urteil ankämpfen, das landesweit Proteste auslöste.

    Der bereits seit Mai 2010 suspendierte 56-Jährige dürfe elf Jahre lang kein Richteramt oder sonstiges Amt in der spanischen Justiz ausüben, urteilten die sieben Richter. Ihr Urteil fiel einstimmig. Garzón muss zudem 14 Monate lang eine Geldstrafe von sechs Euro täglich zahlen.

    Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Ermittlungsrichter das Abhören von Gesprächen zwischen inhaftierten Verdächtigen und ihren Anwälten angeordnet hatte und damit bei Ermittlungen in einem Schmiergeldskandal um die konservative Volkspartei (PP) 2009 Verteidigerrechte verletzt hatte. Garzón hatte auf unschuldig plädiert, weil die Anwälte selbst in den Skandal verwickelt gewesen seien und er eine Fortsetzung von Geldwäsche habe verhindern wollen.

    Gegen das Urteil demonstrierten am Abend in Madrid etwa 600 Menschen. Garzón selbst kündigte in einer Erklärung an, mit allen möglichen legalen Mitteln gegen das Urteil vorzugehen. "Ich werde die angemessenen Rechtsmittel nutzen, um dieses Urteil zu bekämpfen." Allerdings kann gegen das Urteil in Spanien keine Berufung eingelegt werden.

    Garzón könnte aber vor das Verfassungsgericht ziehen, wenn er seine Rechte verletzt sieht. Sollte das Gericht nicht im Sinne seines Mandanten entscheiden, werde er den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof anrufen, sagte Anwalt Francisco Baena der Nachrichtenagentur AFP. Seinen Angaben zufolge ist Garzón "niedergeschlagen und tief verletzt".

    In einem anderen Prozess wird Garzón vorgeworfen, er habe trotz einer Amnestieregelung Ermittlungen zu Verbrechen während der Franco-Ära geführt und damit seine Machtbefugnisse überschritten. Der Prozess wurde von zwei rechtsextremen Organisationen angestrengt, die auf die Gültigkeit des Amnestiegesetzes von 1977 pochen. Garzón argumentierte, da es sich um Menschenrechtsverbrechen handelte, gelte die Amnestieregelung nicht. In diesem Prozess droht Garzón ein 20-jähriges Berufsverbot.

    Anhänger Garzóns sehen beide Prozesse als politisch motiviert an und als Versuch, die Ermittlungen des Richters zu Verbrechen in der Franco-Diktatur zu verhindern. Der Starjurist ist über die Landesgrenzen hinweg unter anderem deshalb bekannt, weil er in hochkarätigen Anti-Terror-Verfahren, aber auch wegen Verbrechen in lateinamerikanischen Diktaturen ermittelte. 1998 setzte er die Festnahme des chilenischen Ex-Diktators Augusto Pinochet in London durch.

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    26 Kommentare

    • Gerhard  •  vor 3 Monaten
      Unfaßbar ! Hoffentlich lernen unsere Bundesrichter nicht davon, damit unsere korrupten Politiker sich nicht schon freuen können !
    • Stale  •  vor 2 Monaten
      Durch sein Handeln wären wahrscheinlich mehrere Personen einer Straftat überführt worden, als es sich nur einer von uns vorstellen kann. Diese kreise ziehen sich womöglich bis in die Justiz und Politik von ganz Europa.
    • lobo  •  vor 3 Monaten
      er ist noch lange nicht tot, er wird hoffentlich in den Haag weitermachen und sich als die Jungs aus der #$%$ und Fancozeit vornehmen......
      • Torsten vor 3 Monaten
        vorbei! pech! ein richter der für das abhören von gesprächen ist! gehört abgesetzt! ok, so!
      • Guido vor 3 Monaten
        Einmal Torte, immer Torte...
      • Christian vor 3 Monaten
        Und was für ne Torte! Dumme Torte!
    • Raymond  •  vor 3 Monaten
      Wie wuerden wohl die Kommentare in diesem Forum aussehen wenn der Richter Garzon sich bequemt haette ausser den braunen Verbrechen auch noch die der Roten im spanischen Buergerkrieg unter die Lupe zu nehmen ?.
    • Robert Leßig  •  vor 3 Monaten
      Wieder ist mein Kommentar gelöscht worden, den ich vor zehn Minuten schrieb, weil Yahoo-Zensoren die Wahrheit nicht vertragen.
      • Erwin Lindemann vor 3 Monaten
        Deine Wahrheit ist krank und muss geschont werden.
      • wohltemperiert vor 3 Monaten
        dann, herr robert, würde ich empfehlen...anfangen ihr gehirn sinnvoll einzuschalten!
        denn...
        wie heisst es doch...
        es gibt viele wahrheiten...neben der eigenen!!!
      • Ben72 vor 3 Monaten
        Dass ist mir gestern zweimal passiert als ich die Worte 'fags' und 'perverts' in einem Kommentar benutzt habe. Scheinbar, haben die Jungs von Yahoo eine schwule Orientierung.
        Dass ich normalerweise auf Englisch scheibe, ist die Editorische Fähigkeit von Yahoo überschritten. In Prinzip ist Yahoo eine globale Firma; in der Tat, entsteht es aus klein karierten Deutsche Homos.
    • Jack dePsycho  •  vor 3 Monaten
      Droht in Spanien etwa echte Rechtsstaatlichkeit? Das ist ist ja mal eine begrüßenswerte Entwicklung.
      • Erwin Lindemann vor 3 Monaten
        Besser wäre es, wenn dieses Leiden erreicht hätte.
      • wohltemperiert vor 3 Monaten
        beide habt ihr den inhalt nicht gerafft...wieder mal...
      • Muskelkaterchen vor 3 Monaten
        Rechtstaatlichkeit ---- wohl kaum.
        Hier sollen Verbrechen des Franco-Regimes vertuscht werden.
        Her mit dem Europäischen Gerichtshof, der hat auch schon unerträgliche Deutsche Rechtsprechung massiv korrigiert und soll endlich auch helfen, den Opferen des Franco Regimes zur Gerechtigkeit zu verhelfen.
    • Erwin Lindemann  •  vor 3 Monaten
      Die spanische Justiz übt sich in "Unabhängigkeit". Wann fängt man auch bei uns damit an? Wann endlich werden die Verfehlungen von Christian Wulff, Gerhard Schröder, Walter Riester und Komplizen endlich ebenfalls geahndet?
      • wohltemperiert vor 3 Monaten
        äppel ujnd birnen vergleichen...geht hier nicht....
      • Gerhard vor 3 Monaten
        joooo hast deine aeppel un birne net gegesse und auch deine Tropfen nicht genommen, deswegen hast du Morgen keinen Ausgang.
    • jan-pit  •  vor 3 Monaten
      heheh aber hat doch schon was denn die corrupten spanischen richter-haben und werden nie den mut haben ihn in den knast zu bringen denn eines ist völlig klar wenn schon gegen die deutschen ein hass besteht aus der #$%$zeit dann wäre es rechtens weltweit das geschen sieh türkei--russland--polen-und in africa und auch asien und china öffentlich zu machen aber nicht so --deutschland vorführen und dahinter geht alles unter-hehe das ist eher lächerlich denn keiner kann sagen das siehe italien oder spanien nicht mit atsche nen pakt hatten aber heuer wills keiner wahrhaben-heheh-traurig aber baltasar mach weiter denn nicht umsonst hat dich der eu-gerichtshof als berater berufen-la viva-freedom
      • Torsten vor 3 Monaten
        was ein wirres Gestammel!
      • Erwin Lindemann vor 3 Monaten
        Korruption ist eben doch kein deutsches Monopol?
      • Gerhard vor 3 Monaten
        E r w iiiiiiiiiiiiiinnn ! heute gibts keinen Ausgang !! Du hast gestern deine Tropfen nicht genommen.
    • masterssi  •  vor 3 Monaten
      Bleibt doch alle einmal 1-2 Jahre aus Spanien weg und fahrt woanders hin in Urlaub, ihr werdet sehen wie schnell das Urteil gekippt wird.
      Aber wehe in Deutschland würde das passieren die EU-Kasper würden sich die Haare raufen.
    • Heinz  •  vor 3 Monaten
      Sag nie die Wahrheit in einem Rechtsstaat wenn du Karriere machen willst!
    • Werner  •  vor 3 Monaten
      es geht um über 90.000 Spanier, die in der Francozeit verschwunden sind, es geht nicht um ein paar Leute, wie man in Deutschland glauben mag. Die Hinterbliebenen fordern die Wahrheit über den Verbleib ihrer Männer, Väter usw. Darum geht es hier, es geht nicht um Braune oder Rechten, nein es geht um die Wahrheit und die darf unter keinen Umständen ans Licht.
    • Harald  •  vor 3 Monaten
      ...der Mann hat doch recht!
    • Bettina  •  vor 3 Monaten
      Das Urteil ist einer der grössten Skandale heute in Spanien. Diesen couragierten Richter will die derzeit regierende Partei mundtot machen, da er die Menschenrechtsverletzungen aus der Francozeit aufarbeiten will.

      Da viele der jetzigen regierenden Parteimitglieder aus Familien von Francoanhängern kommen, ist denen das ganz und gar nicht recht und die haben alle Angst, dass es womöglich einem Ihrer Verwandten da an den Kragen gehen kann.

      Es gibt kein Land in Europa in dem die Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen so tabu ist wie hier in Spanien und das ist eine Schande!
    • Gerhard  •  vor 3 Monaten
      So wie ich das hier mitbekommrn habe ist er einer der "Eier in der Hose hat", fuer viele Politiker ist dieses Urteil nicht nachvollziehbar, aber lt. Gesetz hat er eindeutig gegen die rechtlichen Einschraenkungen verstossen.
      Es ist schade um ihn, er haette hier in Spanien weiter arbeiten muessen und auch viele ETA Hintergruende aufdecken muessen.
      Er geniesst auch in der Oeffentlichkeit viel Ansehen.
    • Coltjunge  •  vor 3 Monaten
      Man kann aus geheipter Eitelkeit herus den Bogen auch überspannen, illegal abhören lassen hat schon manchen Prozess unnötig platzen lassen
    • Sabi  •  vor 3 Monaten
      Korrupte Politiker, welche das Volk bestehlen, Banker, welche sich Verbrechermethoden bedienen, alles lacht sich ins Fäustchen und läuft frei rum. Höchste Gefahrenstufe geht von dem Mann aus, welcher solche Geschehnisse aufdeckt. Der muss schnellsten eliminiert werden. Siehe Richter Garzón.Ich bin schon gespannt wie Königs Schwiegersöhnchen rausgepaukt wird. Diese Art von Demokratie ist einfach nur noch zum Kotzen.
    • Christian W  •  vor 3 Monaten
      wie bei stuttgart 21 .mafiosis lenken die welt
    • Maxwell  •  vor 3 Monaten
      Ich hoffe das endlich das dieses Europäische Parlament und Menschenrechtsrat hier Aktiv werden. Das Gesetz wie auch deren Handlanger aus dem Konservativen Dunstkreis ist eine Einladung zum Faschismus in Europa.Überall im Osten freuen sich die Braunen Horden über diese Entwicklung.Wissen die Richter eigentlich was sie dort gerade begraben haben? Das beste Beispiel ist Ungarn, dort werden seit Monaten unbequeme Presseleute schikaniert .In Tschechien werden Roma kasaniert in Bulgarien werden sie auch drangsaliert.Wenn es den Hochbezahlten Parlamentarier es ernst um die Menschenrechte geht dann sollten schleunigst eingreifen.Eine Schande für Spanien!!
    • spinalcrackerbox  •  vor 3 Monaten
      Spanien hadert immer noch mit seiner braunen Vergangenheit. Aber dass es solche Auawüchse annimmt hätte man dann vielleicht doch nicht gedacht.
    • wohltemperiert  •  vor 3 Monaten
      alles hier sehr, sehr lustiges geschreibsel...
      weiter so...
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