WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Beschreibungen im Beipackzettel machen vielen Menschen Angst

    Hamburg/Berlin (dapd). Die Diagnose ist gefunden, das passende Medikament aus der Apotheke geholt, nun kann endlich die Therapie beginnen. Doch kaum ist der Beipackzettel ausgepackt, beginnen bei vielen Patienten die ersten Probleme, sagt Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin.

    "Eine Umfrage der ABDA unter 3.300 Bundesbürgern hat ergeben, dass jeder zweite den Beipackzettel als eher unverständlich oder sogar schlecht lesbar bewertet." 58 Prozent finden die Angaben zu kompliziert. Mehr als ein Drittel aller Befragten gab an, dass ihnen der Beipackzettel Angst macht. "Das betrifft besonders Menschen über 65 Jahren", sagt Schmidt Gerade die Länge mancher Beipackzettel und die besonders kleine Schrift wirke dabei auf viele Menschen abschreckend. Auch die aufgeführten Nebenwirkungen ließen viele Patienten vor einer Einnahme zögern.

    So würden Medikamente aus Zweifel, Unwissenheit oder Angst gar nicht genommen oder vorzeitig abgesetzt. "Das darf auf keinen Fall passieren", warnt Schmidt. "Wer unsicher bezüglich des verschriebenen Medikamentes oder der aufgeführten Nebenwirkungen ist, sollte darüber offen mit seinem Arzt oder Apotheker sprechen."

    dapd

    Quizaction