Eigentlich müsste Mitte Juli doch Hochsommer sein, aber von Hitze, Freibad und Grillwetter keine Spur. Wer auf Besserung hofft, wird enttäuscht: Auch für die nächsten Tage sagen Meteorologen kühles Schauerwetter vorher, und zwar deutschlandweit.
Der Sommer fährt in den nächsten Tagen immer mehr runter. Schuld ist Tief "Mina". Und das ist "ausgesprochen langlebig", wie die Offenbacher Meteorologin Dorothea Paetzold sagte. "Mina" hat sich über Skandinavien breitgemacht und lenkt weiter feuchte und damit wolkenreiche Luftmassen zu uns. Daran ändert sich auch in den nächsten Tagen nichts. "Für uns bedeutet das, dass wir weiterhin mit einer Sonne-Wolken-Mischung leben müssen und dem einen oder anderen Schauer, auch Gewitter werden immer wieder dabei sein", sagt sie. Allerdings fallen die Gewitter nicht mehr so heftig aus wie am vergangenen Wochenende.
Von Hitze und schwüler Luft wird erst einmal nichts mehr zu spüren sein. Die Einen wird es freuen, die Anderen werden enttäuscht sein. Der Sommer kann es dieses Jahr bisher keinem Recht machen. Es wird zudem richtig herbstlich kühl.
Besonders frisch wird es im Westen. Hier sind laut dem privaten Wetterdienst wetter.net rund um das kommende Wochenende stellenweise nur Tageswerte um 15 Grad möglich. Dabei fällt immer wieder Regen. „Damit ist es dort genauso warm (oder kalt- wie man´s nimmt) wie im vergangenen Winter! Der brachte beispielsweise am Neujahrstag im Westen ebenfalls Höchstwerte bis 15 Grad", so Diplom-Meteorologe Dominik Jung.
Besonders nass wird es im Süden. Freiluftveranstaltungen am kommenden Wochenende haben somit richtig Pech! Die Hälfte des meteorologischen Sommers ist am kommenden Sonntag übrigens schon rum. Für die Wetterfrösche ist dann schon Sommerhalbzeit.
Doch wie geht es nun weiter?
War es das jetzt komplett mit Wärme und Sonne? Nein! Die kühle Phase, die sich bis Freitag fast überall durchgesetzt hat, wird wahrscheinlich nur bis zum 20. Juli andauern. Dann mehren sich die Zeichen, dass es mit den Temperaturen wieder deutlich nach oben geht. Es sieht so aus, als würde dann endlich mal wieder ein Hoch seine Fühler nach Mitteleuropa ausstrecken, aber wahrscheinlich wird auch dieser Versuch nicht lange Bestand haben - es bleibt wohl weiter wechselhaft!
Temperaturprojektion bis Ende September
„In der dritten Julidekade geht es mit den Temperaturen wieder deutlich nach oben. Dann sind sogar wieder Werte knapp über 30 Grad möglich. Auch der August hält noch einzelne heiße Tage mit Werten über 30 Grad bereit. Dazwischen sieht man aber auch ein wildes Auf und Ab. Das deutet darauf hin, dass der wechselhafte Sommer weitergeht. Kühle Phasen wechseln sich mit warmen bis heißen Phasen wie bisher rasch ab.
Dazwischen gibt es immer wieder heftige Gewitter"; erklärt Wetterexperte Jung. Für den September deutet sich dann eine Beruhigung der wechselhaften Großwetterlage an. Das Auf und Ab bei den Temperaturen wird deutlich geringer, d.h. wir können uns wahrscheinlich wie im letzten Jahr wieder auf einen schönen Altweibersommer freuen.

