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    • Ginge es nach einigen Unionspolitikern, sollten sie lieber mal Singen üben: Unsere Elf. (Bild: AFP)Kommentar

      Nach der Niederlage gegen Italien im EM-Halbfinale wird gegen die Spieler der deutschen Nationalelf jetzt nachgetreten: Weil einige Teammitglieder vor den Spielen die Hymne nicht mitsingen, seien sie "schlechte Botschafter unseres Landes", lautet das Urteil einiger Unionspolitiker. Im Chor mit der Bild-Zeitung fordern sie deshalb eine "Singpflicht". Die Argumente dafür überzeugen allerdings nicht besonders.


      Endlich ereilt die erneute Patriotismusdebatte unsere Nationalelf. Erst kürzlich fragte sich das deutsche Polittalkfernsehen, ob man als Deutscher Fähnchen schwenken darf oder ob man dann "Nazi" ist. Und nun das: Einige Unionspolitiker haben wutschnaubend festgestellt, dass einige Fußballspieler, unter anderem Mesut Özil und Lukas Podolski, nicht die Nationalhymne mitsingen und fordern eine „Singpflicht“. „Es sollte zum guten Ton gehören, dass die Spieler die Hymne mitsingen. Sie spielen schließlich für die deutsche Nationalmannschaft und nicht für sich selbst“, ereiferte

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    • Ägyptens neuer Präsident Mursi: Verdammt zum Gehorsam

      Bild: dpaBild: dpa

      Das größte Land der arabischen Welt hat seinen ersten zivilen Präsidenten gewählt: Mohammed Mursi. Die älteste Islamisten-Organisation der Welt, die Muslimbruderschaft, eroberte damit erstmals das höchste Staatsamt. Ob der neue Präsident jedoch den hohen Erwartungen des In- und Auslands gerecht werden kann, ist äußerst zweifelhaft. Mursi muss nun beweisen, dass seine Aussage, er sei Präsident aller Ägypter, ernst gemeint war und eine kompromissfähige Regierung anstreben. Was er konkret umsetzen kann, entscheiden jedoch letztlich die Militärs.

      Noch vor zwei Jahren wäre dieses Ergebnis unvorstellbar gewesen: Der Sieg des Islamisten Mohammed Mursi bei den ägyptischen Präsidentschaftswahlen läutet für das Land eine neue Ära ein. Mit Mursi hat das Volk das alte System Mubarak in Form seines letzten Premiers Ahmad Schafik knapp abgewählt.

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