Kommentar
Amerika hat sich gnädig gezeigt - und dem strauchelnden Präsidenten Barack Obama noch einmal eine zweite Chance gegeben. Ein erstaunlicher Vertrauensvorschuss - nach einer ersten Amtszeit ohne Glück und einem Wahlkampf ohne Glanz. Dennoch hat die USA eine kluge Wahl getroffen. Denn Obama hat die klarere und bessere Agenda der beiden Kontrahenten. Nun aber liegt ein gewaltiger Berg Arbeit vor ihm.
Es war beinahe ein Elfmeter ohne Torwart: Mitt Romney hatte alle Chancen, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Barack Obama, der große Hoffnungsträger von 2008, war entzaubert - gescheitert an zu hohen Erwartungen, die er selbst geschürt hatte. Die Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo? Misslungen. Der Kampf gegen den Klimawandel? Gescheitert. Seine Plädoyers für den Frieden? Klangen inhaltslos angesichts tödlicher Drohneneinsätze in Pakistan.
Und dennoch: Obama war der überzeugendere Bewerber der beiden Kandidaten. Denn Obama hat einen Plan, er hat eine
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