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    Achtung! Trojaner tarnt sich als Rechnung

    Achtung! Trojaner tarnt sich als Rechnung. (Bild: thinkstock)Achtung! Trojaner tarnt sich als Rechnung. (Bild: thinkstock)

    Rechnungen mit hohen dreistelligen Beträgen machen derzeit per E-Mail die Runde, Abbuchungen vom Konto der Empfänger werden angekündigt. Angebliche Absender sind bekannte Unternehmen wie Flirtfever, Telekom, Quelle, Vodafone, Amazon oder Heartbookers. Doch wer eine dieser E-Mails öffnet, installiert ungewollt Schadsoftware, die den Computer fernsteuern oder ausspähen kann. YAHOO! Technik erklärt, wie Sie sich richtig verhalten, was Sie tun können, wenn Sie eine solche Mail bereits geöffnet haben und wie Sie grundsätzlich mit zweifelhaften Rechnungen umgehen sollten.


    "Den Betrag von 556,90 Euro für die Nutzung des Kontaktportals flirt-fever.de werden wir in Kürze von Ihrem Konto abbuchen." So oder ähnlich lautet der Inhalt von E-Mails die zurzeit massenhaft verschickt werden. Computernutzer sind im ersten Moment oft geschockt, denn der Inhalt der Anschreiben klingt erschreckend glaubwürdig. Immerhin werden die Adressaten mit ihren vollständigen Namen angesprochen und Absender sind angeblich seriöse Unternehmen wie Amazon, Vodafone oder Promarkt.

    Die Verbraucherzentralen sind alarmiert
    Bei den deutschen Verbraucherzentralen häuften sich Anfragen zu E-Mails, die angeblich vom Absender Flirtfever der Firma Prebyte Media GmbH stammen, die Verbraucherzentrale warnt: "Betroffen sind sowohl ehemalige und derzeitige Kunden des Unternehmens als auch Verbraucher, die noch keinen Kontakt mit diesem Seitenbetreiber hatten. Nur der genaue Blick auf die Absenderadresse macht klar: Die E-Mail wurde gar nicht von dem Unternehmen Prebyte Media GmbH verschickt, sondern über eine ausländische Privat-Adresse."

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    Ob es sich angeblich um Rechnungen von Flirtfever, Amazon oder Vodafone handelt — die Masche ist in allen Betrüger-E-Mails dieselbe: Die Dringlichkeit des Anschreibens und der enorm hohe Betrag sollen den Empfänger verängstigen und dazu animieren, den Anhang der E-Mail zu öffnen. Denn da seien die erbrachten Leistungen sowie die Bankdaten im Detail einzusehen, heißt es im Anschreiben. Doch wer dann klickt, tappt in die Falle. "In der mitgeschickten Zip-Datei verbirgt sich ein schädigender Programmcode. Üblicherweise nutzen Betrüger solche Programme, um Rechner fernzusteuern, sensible Daten auszukundschaften oder zu verschlüsseln", so die Verbraucherzentrale.

    So verhalten Sie sich richtig
    Öffnen Sie solche E-Mails auf keinen Fall! Wenn Sie sicher sind, dass Sie nichts bestellt haben, können Sie Rechnungen dieser Art einfach ignorieren. Es handelt sich lediglich um miese Abzock-Maschen und die Anschreiben sollten Sie ohne Umwege löschen. Klicken Sie niemals auf den Anhang der E-Mail, denn darin verstecken sich meist Schadprogramme. Lassen Sie sich nicht durch Mahnungen oder angebliche Schreiben von Inkassobüros einschüchtern. Erst, wenn Ihnen ein offizieller Mahnbescheid per Post zugestellt wird, müssen Sie reagieren. Diesen Mahnbescheiden liegt ein Widerspruchsformular bei, das sie innerhalb von 14 Tagen zurück schicken müssen. Im Zweifel fragen Sie bei Ihrer zuständigen Verbraucherzentrale nach.

    Was Sie tun können, wenn Sie den Anhang geöffnet haben
    Grundsätzlich sollte auf Ihrem Computer natürlich ein Virenprogramm installiert sein, das Sie auf dem neusten Stand halten. Das warnt Sie automatisch vor Viren und Trojanern. Gute kostenlose Virenprogramme gibt es zum Beispiel von Avira, Avast oder Ad-Aware.

    Sollten Sie versehentlich den Anhang einer Betrüger-Mail angeklickt haben, überprüfen Sie Ihren Computer umgehend mit einem aktuellen Virenprogramm, indem Sie eine komplette Systemprüfung durchführen. Ändern Sie anschließend zur Sicherheit wichtige Passworte wie fürs Online-Banking, Einkaufsportale oder Mail-Zugänge.