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    Mit dem Smartphone in den Urlaub

    Mit dem Smartphone in den Urlaub  (Bild: thinkstock)Mit dem Smartphone in den Urlaub (Bild: thinkstock)

    E-Mails lesen, Apps bedienen, im Internet surfen: Mit Smartphones ist das Internet ständig verfügbar. Doch wer im Ausland Urlaub macht, für den kann das Surfen im Internet eine böse Überraschung mit sich bringen. Denn die meisten Nutzer unterschätzen die Kosten fürs Datenroaming. Doch wer ein paar Dinge beachtet, kann der Telefonrechnung nach dem Urlaub gelassen entgegensehen.

    Wer seinen Freunden den Traumstrand am Urlaubsort in Echtzeit auf Facebook zeigen will, der sollte im Ausland zweimal überlegen, bevor er dafür das Smartphone zückt. Denn während die Nutzung des Internets dank günstiger Datenflatrates in der Heimat kein Problem ist, kann selbst ein kurzer Blick in die E-Mails oder das Googeln einer Adresse im Ausland ganz schön teuer werden.

    Seit einigen Jahren gilt in der Europäischen Union eine Kostenobergrenze für Telefon- und Datenroaming. Maximal 83 Cent pro Megabyte dürfen anfallen. Wenn eine Obergrenze von 59,90 Euro in einem Abrechnungsmonat erreicht ist, bekommt der User eine Warn-SMS und darf nur mit seiner Einwilligung weitersurfen. „Reagiert der Nutzer nicht, wird die Datenverbindung unterbrochen und er kann bis zum Ende des Abrechnungszeitraums auch nicht mehr surfen", sagt Thomas Grund, Projektleiter Multimedia bei Stiftung Warentest. Wie lange man für diesen Betrag im Netz sein kann, ist je nach Anbieter und nach Anwendung unterschiedlich. Stiftung Warentest kritisiert, dass die Abrechnung des Datenroamings unübersichtlich ist und von den Anbietern unterschiedlich gehandhabt wird.

    Außerhalb der EU, also beispielsweise in der Türkei oder in Ägypten, sind die Kosten für das Datenroaming nicht reglementiert. Dort können astronomische Preise von bis zu 34 Euro pro Megabyte anfallen. „Die Warnung bei 59,50 Euro gilt ab diesem Sommer eigentlich auch außerhalb der EU. Allerdings ist es notwendig, dass der ausländische Mobilfunkanbieter dies auch technisch unterstützt. Man sollte sich also vorher danach bei seinem Anbieter informieren, welcher ausländische Mobilfunkanbieter in dem jeweiligen Land diese Möglichkeit anbietet", rät Thomas Grund.

    Viele Smartphone-User wissen nicht, dass selbst ein kurzer Blick in Google Maps eine Internetverbindung erforderlich macht. Denn um auf die Karten zuzugreifen, muss sich das Gerät mit dem Server verbinden. Auch für Updates verschiedener Anwendungen verbinden sich viele Geräte automatisch mit dem Internet.

    Was also ist zu machen, wenn man im Ausland nicht auf das Smartphone verzichten will? Wer ausgedehnt auch jenseits von WLAN-Hotspots surfen möchte, dem empfehlen Experten die Reisepakete der Telefonanbieter. So bietet die Deutsche Telekom ihren Vertrags-Kunden einen DayPass M für 4,16 Euro an. Er gilt in den meisten europäischen Ländern für 24 Stunden mit einem Datenvolumen von 50 Megabyte. Das EU Internet Paket 50 von E-Plus und Base kostet 4,99 Euro für sieben Tage und 50 Megabyte. Vodafone hat das Reisepaket Data im Programm, mit dem Vertragskunden für fünf Euro sieben Tage lang mit 50 Megabyte in Europa surfen können.

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    Eine andere Möglichkeit ist es, sich eine ausländische SIM-Card zuzulegen. Sie funktioniert allerdings nur in Smartphones ohne Simlock. Eventuell muss man die SIM-Card auf die passende Größe zuschneiden. Man kann die Karte entweder schon in Deutschland in Web-Shops wie Simlystore.com bestellen oder im Urlaubsland in Supermärkten oder an Tankstellen kaufen. Für ein Gigabyte zahlt man zwischen 20 und 40 Euro. „Will man mit dieser SIM-Karte allerdings auch telefonieren, sind die Kosten für Gespräche ins Ausland, zum Beispiel nach Deutschland, zu beachten", gibt Thomas Grund zu bedenken.

    Wer im Urlaub komplett aufs Internet verzichten will, der sollte das Datenroaming ausschalten, noch bevor er ins Flugzeug steigt. Wie das geht, erfährt man zum Beispiel auf der Webseite von Stiftung Warentest unter www.test.de/handy-sichern. Der Zugang über WLAN ist dann trotzdem möglich. Thomas Grund warnt jedoch: „Es ist schlecht einzuschätzen, wie sicher der Internetzugang über WLAN ist. Daher lieber auf heikle Dinge wie beispielsweise Online-Banking verzichten."