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    Brüderle bezeichnet Eurobonds als "Zinssozialismus"

    FDP-Politiker wirbt für Schäuble als Eurogruppenchef

    Der Chef der FDP-Bundestagfraktion, Rainer Brüderle, hat sich erneut gegen die Einführung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen ausgesprochen. "Eurobonds sind Zinssozialismus, den Deutschland und andere erfolgreiche Länder teuer bezahlen müssten", sagte Brüderle. Dies sei mit der FDP "nicht zu machen".

    "'Savoir vivre' kann nicht heißen, dass nur wenige zahlen und alle genießen", sagte Brüderle der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt". "Wir sollten auf die richtige Wachstumspolitik setzen", fügte er hinzu. Dann ließe sich der Wunsch von Frankreichs Staatschef François Hollande "nach Wachstum mit unserer deutschen Stabilitätskultur zusammenführen". Während Hollande Eurobonds fordert, lehnt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sie ab.

    Um Wachstum zu stimulieren, ohne neue Schulden zu machen, schlug Brüderle eine weitere Integration der europäischen Arbeitsmärkte vor. "Deutschland hat zu wenige Auszubildende, Frankreich und Spanien eine hohe Jugendarbeitslosigkeit", sagte er der Zeitung. "Da können wir anbieten, Jugendlichen aus Frankreich oder Spanien eine Ausbildung in Deutschland zu geben", ergänzte Brüderle.

    Der FDP-Politiker warb zudem für Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) als neuen Chef der Eurogruppe. "Schäuble ist ein hervorragender Fachmann und ein herausragender Europäer, er ist in ganz Europa hoch anerkannt", sagte er. Über den Nachfolger von Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker an der Spitze der Eurogruppe soll Ende Juni beim EU-Gipfel in Brüssel entschieden werden.

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