Im Streit um die Teilverstaatlichung des Ölkonzerns YPF in Argentinien hat die EU Vergeltung angedroht. "Wir werden bald mit einer Antwort auf Argentiniens Verhalten im Repsol-Fall vorrücken", erklärte EU-Handelskommissar Karel De Gucht in Brüssel. Repsol ist das spanische Unternehmen, das YPF bislang kontrollierte. De Gucht präzisierte die Reaktion der EU nicht. Vergangene Woche hatte er allerdings im Fernsehsender CNN davon gesprochen, dass Europa als Vergeltung bislang geltende Zollvergünstigungen für Einfuhren argentinischer Waren streichen könnte.
Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hatte das Gesetz zur Teilverstaatlichung am Freitagabend unterzeichnet. Künftig sollen Staat und Provinzen 51 Prozent der Anteile von YPF halten. Kirchner hatte die Maßnahme unter anderem damit begründet, dass Argentinien mit scharfen Preissteigerungen bei den Ölimporten kämpfe und YPF nicht investiert habe.


