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    Versicherungsprämien für Hebammen steigen dramatisch an

    Gesundheitsminister Bahr sagt Unterstützung zu

    Freiberufliche Hebammen werden durch den Anstieg der Prämien für Haftpflichtversicherungen bei der Geburtshilfe immer stärker belastet. Die Jahresprämien belaufen sich auf fast 3700 Euro und sollen im Juli um weitere 15 Prozent steigen, wie aus einer vom Bundesgesundheitsministerium in Berlin vorgestellten Studie hervorgeht. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte den Hebammen Unterstützung zu.

    Zur Jahresmitte 2010 erhöhte sich die Prämie für freiberuflich tätige Hebammen, die Geburtshilfe anbieten, laut der Untersuchung des IGES-Instituts im Vergleich zum Vorjahr bereits um rund 56 Prozent auf fast 3700 Euro. Im Sommer dieses Jahres ist demnach ein weiterer Anstieg um 15 Prozent auf mehr als 4200 Euro vorgesehen. Freiberufliche Hebammen kamen aber im Jahr 2010 im Durchschnitt nur auf einen Umsatz von knapp 24.000 Euro.

    Gesundheitsminister Bahr machte sich dafür stark, die steigenden Prämien bei der Vergütung zu berücksichtigen. "Ich fordere die Krankenkassen auf, bei den künftigen Verhandlungen die Situation der Hebammen besser zu berücksichtigen", sagte Bahr der "Süddeutschen Zeitung". Das Gesundheitsministerium verwies darauf, dass mit dem Anfang des Jahres in Kraft getretenen GKV-Versorgungsstrukturgesetz klargestellt worden sei, dass bei den Vergütungsverhandlungen insbesondere auch die steigenden Kosten für die Berufshaftpflichtversicherung zu berücksichtigen seien.

    In Deutschlands Krankenhäusern leisteten im Jahr 2010 insgesamt rund 10.500 Hebammen und Entbindungspfleger Geburtshilfe. Darunter waren 8500 festangestellte Hebammen, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des internationalen Hebammentages am Samstag mitteilte.

    Die Zahl der festangestellten Hebammen erhöhte sich demnach in den vergangenen 20 Jahren um 28,2 Prozent. Zugleich stieg der Anteil der teilzeit- oder geringfügig Beschäftigten unter ihnen von 28,9 Prozent im Jahr 1991 auf 71,7 Prozent im Jahr 2010.

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