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    Bundesregierung begrüßt Ausreiseerlaubnis für Chen aus China

    Löning fordert von Peking Sicherheit für Unterstützer

    Die Bundesregierung hat die Entscheidung der chinesischen Regierung begrüßt, den Bürgerrechtler Chen Guangcheng in die USA ausreisen zu lassen. Er freue sich sehr, dass der blinde Aktivist mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten habe reisen dürfen, erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, am Samstag. Er forderte von den chinesischen Behörden, sie sollten auch die persönliche Sicherheit und die Einhaltung der bürgerlichen Rechte von Chens Freunden und Unterstützern gewährleisten.

    Das US-Außenministerium hatte am Samstag bestätigt, dass Chen China verlassen durfte und sich auf dem Weg in die Vereinigten Staaten befand. Dort war ihm kürzlich ein Stipendium zum Jura-Studium an der Universität New York angeboten worden. Der Bürgerrechtler hatte durch seinen Einsatz für die Opfer von Zwangssterilisierungen und Landenteignungen den Zorn der chinesischen Behörden auf sich gezogen. Chen war dann im April aus dem Hausarrest geflohen und hatte zeitweise in der US-Botschaft in Peking zuflucht gesucht. Der Fall sorgte für eine diplomatische Krise zwischen den USA und China.

    "Hoffentlich findet damit der jahrelange Leidensweg für ihn und seine Familie ein Ende und sie finden eine Möglichkeit der Erholung", erklärte Löning zur Ausreise von Chen in die USA. Dieser habe sich "trotz großer persönlicher Risiken" jahrelang für entrechtete Menschen in China eingesetzt.

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