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    Bundestagspräsident: Bedingungen für Ja zu Fiskalpakt

    Lösung für Klagerecht bei Vertragsverletzung angemahnt

    Vor der offiziellen Unterzeichnung des Fiskalpaktes muss nach den Worten von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die Frage des Klagerechts bei Vertragsverletzung eindeutig geklärt sein. Bis zur Unterschrift am 1. März müsse die Bundesregierung eine Lösung dafür finden, wie Länder, die sich nicht an den Pakt hielten, vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt werden könnten. Ansonsten könne sich der Bundestag womöglich der Ratifizierung des Fiskalpaktes verweigern.

    "Die Möglichkeit des Bundestags zur Einflussnahme wird am 1. März erschöpft sein. Es bleiben vier Wochen", sagte Lammert der Zeitung "Welt am Sonntag". Danach müsse der Bundestag entscheiden, ob er dem Vertrag zustimmen könne oder nicht. Es gehe um das Recht zur Klage vor dem Europäischen Gerichtshof in dem Fall, dass ein Land entgegen dem neuen Pakt doch keine Schuldenbremse einführt. Deutschland hatte für ein Klagerecht der EU-Kommission geworben, sich aber schließlich juristischen Bedenken geschlagen gegeben. Nun müssen die Staaten selbst einander vor Gericht bringen.

    Lammert zeigte sich skeptisch. "Die Vorstellung ist treuherzig, dass sich schon irgendein Land finden wird, das klagt." Der Fiskalpakt war zusammen mit dem dauerhaften Rettungsfonds ESM am Montag auf dem EU-Gipfel in Brüssel beschlossen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zufolge soll das Land klagen, das die EU-Ratspräsidentschaft inne hat. Das soll in den kommenden Wochen noch geklärt werden.

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    3 Kommentare

    • Y.  •  vor 3 Monaten
      Welche Sanktionen????????
      Wann zahlen die Griechen die Strafe dafür, dass sie sich bisher schon nicht an das Haushaltsdefizitkriterium gehalten haben?? Die Regelung würde schon seit Jahren bestehen!
      Absolut lächerlicher Blödsi....... der hier schon wieder verzapft wird.
      Die Haftung der Abgeordneten für den Schaden aus der Zustimmung muss her, und zwar mit dem gesamten Privatvermögen'!
    • Klaus Gilljohann  •  vor 3 Monaten
      Alle Politiker die für die weitere Ausplünderung Deutschlands stimmen müssen gehängt werden!
    • Erwin Lindemann  •  vor 3 Monaten
      Auch Denunziantentum braucht seine klaren Regeln.
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