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    Chinesische Airlines verweigern sich EU-Emissionshandel

    Brüssel bleibt hart und pocht auf mögliche Sanktionen

    Der Streit um den EU-Emissionshandel für die Luftfahrt spitzt sich zu. China hat seinen Airlines die Teilnahme an dem europäischen Klimaschutz-Programm verboten, wie die Regierung in Peking bekanntgab. Die EU-Kommission in Brüssel verwies daraufhin einerseits auf weitere Verhandlungen, machte aber zugleich klar, dass sie von ihrer Position nicht abrücken und notfalls Strafen durchsetzen will.

    Chinas zivile Luftfahrtbehörde habe "allen Verkehrsfluggesellschaften in China untersagt, ohne Erlaubnis der zuständigen Regierungsstellen" am EU-Emissionshandel (ETS) teilzunehmen, hieß es in einer Erklärung auf der Internetseite der chinesischen Regierung. Staatliche Medien hatten schon mehrfach berichtet, die Regierung in Peking wolle gegen den EU-Emissionshandel vorgehen, und vor einem "Handelskrieg" gewarnt. Auch die USA, Russland, Indien und weitere Staaten sind gegen das Einbeziehen ihrer Fluglinien in das ETS.

    Den EU-Emissionshandel gibt es schon seit 2005. Unternehmen mit hohen klimaschädlichen Emissionen, etwa Kraftwerke und die Industrie, erhalten ein bestimmtes Kontingent an Verschmutzungsrechten. Sind ihre Emissionen höher, müssen sie zusätzliche Emissionszertifikate kaufen; fällt der Schadstoffausstoß geringer aus, können sie sie verkaufen.

    Ab 1. Januar ist die Luftfahrt in das System einbezogen. Kaufen müssen die Fluggesellschaften für 2012 dabei nur 15 Prozent der Zertifikate, 85 Prozent erhalten sie umsonst. Bisher haben Brüssel zufolge alle chinesischen Airlines die freien Zertifikate beantragt, nehmen insofern also bereits am ETS teil. Die entscheidende Frist läuft erst kommendes Jahr ab. Am 30. April 2013 müssen die Fluggesellschaften ihre Zertifikate für die 2012 zurückgelegten Flüge vorweisen.

    "Wir werden nicht zurückweichen", reagierte der Sprecher von EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard auf die Ankündigungen aus China. "Natürlich bleibt die Kommission zuversichtlich, dass die chinesischen Airlines der Gesetzgebung Folge leisten." Zuletzt könne Brüssel aber auch Strafen verhängen: "Es wird für jede Fluggesellschaft viel teurer sein, sich nicht zu fügen." Für jede Tonne des Klimagases CO2, die ein Flugzeug ausstößt, ohne dafür ein ETS-Zertifikat vorzuweisen, sind 100 Euro Strafe fällig.

    Zudem existieren aber auch Alternativen zum Kauf der Zertifikate. Wenn ein Land "äquivalente Maßnahmen" für den Klimaschutz einführt, zum Beispiel nationale Höchstgrenzen, können seine Airlines teilweise vom ETS befreit werden. Die Verhandlungen über eine mögliche Lösung gehen nach Angaben aus EU-Kreisen weiter, voraussichtlich auch auf dem EU-China-Gipfel kommende Woche in Peking. Der EU-Botschafter in Peking, Markus Ederer, sagte, er hoffe auf eine Verhandlungslösung.

    Ob und wie stark die Ticketpreise durch den Emissionshandel steigen, ist unklar. Angaben zu Mehrkosten hängen vom zugrunde gelegten Marktpreis der Zertifikate und der Berechnungsmethode ab. Die EU-Kommission nannte Aufpreise von rund zwei Euro pro Passagier für einen einfachen Flug nach China realistisch. Peking rechnet mit knapp 100 Millionen Euro Mehrkosten für seine Fluggesellschaften 2012.

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    13 Kommentare

    • G.M.K.  •  vor 3 Monaten
      Deswegen die fieberhafte Suche nach bewohnbaren Planeten.
      Wenn die Geldgeier alle Swimming-Pools vollgeschissen haben, dann fliegen sie weiter um dem Weltall unsere Duft- Marke aufzudrücken.
    • Erik  •  vor 3 Monaten
      Emissionshandel ist eine der dümmsten "ökologischen" Erfindungen der europäischen Bürokraten und hat tatsächlich überhaupt nichts mit Umweltschutz und -bewusstsein zu tun. Dieser Handel dient ausschliesslich finanziellen Interessen! Es ist schon pervers unter dem Deckmantel der Ökologie einen schwunghaften Handel mit Schadstoffzertifikaten forcierend zu betreiben ohne sich über tatsächlich effektive Lösungen zu einem echten Klimaschutz zu kümmern. Kommt gleich hinter quecksilberhaltigen "Energiesparlampen" die in Europa gefördert werden - in China zB sind diese verboten. Hier investiert man gleich schon in LED-Licht. In den USA werden schon ganze Städte mit LED-Beleuchtung ausgestattet!
      • Wolfgang vor 3 Monaten
        Der Emissionshandel bietet den Airlines Anreize, auf sparsamere und somit Schadstoffärmere Triebwerke umzurüsten und ist deshalb keine so dumme Erfindung.
      • Erik vor 3 Monaten
        Emmissionshandel beschränkt sich nicht auf die Airlines ....und.... wer ein wenig Intelligenz besitzt, braucht keine "Anreize". - Ökologie hat auch etwas mit angewandter Mathematik zu tun - ist also auch rein ökonomisch immer besser als ein "fauler Kompromiss", denn, was ich nicht zerstöre oder beschädige, brauche ich auch nicht mit viel Aufwand wieder reparieren oder wiederherstellen....
      • Wolfgang vor 3 Monaten
        Das hört sich so an, als willst Du den Airline-Betreibern Intelligenz und eventuell sogar ein Ökologisches Gewissen unterstellen. Das ist sehr optimistisch.
        Wenn die alle so ökonomisch denken, warum gibt es dann immer noch Menschen, die ökologisch und ökonomisch sinnlose Luxusautos etc. kaufen?
    • ME  •  vor 3 Monaten
      wenigsten ein Land mit einer intelligenten Führung....
    • suppenlöffeltango  •  vor 3 Monaten
      entschuldigung, aber was soll denn der europäische emissionshandel bitteschön mit umweltschutz zu tun haben? das ist mir neu.
      • Guido vor 3 Monaten
        Wieso denn Umweltschutz ?
      • wervoe vor 3 Monaten
        man muss sich ja schon fragen wie bloed europa eigentlich ist, da reise ich quer durch die welt und sehe, dass nur in zentraleuropa fuer die umwelt geschuetzt wird, der grosse rest der welt kuemmert sich einen sch... darum. von der ignoranz dieser laender koennten wir lernen und uns auch mehr nur um uns kuemmern und uns froehnen auf kosten der andern und den folgenden. vvoe3
      • Wolfgang Eberhard vor 3 Monaten
        Hier wird Ablasshandel betrieben.
    • Ein Bürger  •  vor 3 Monaten
      Für Geld ist alles zu haben.Auch den Müll kann man vergolden.Auf dies Art kann jeder soviel Dreck produzieren wie er bezahlen kann.Der Dreck bleibt ,aber er ist bezahlt
    • Knut  •  vor 3 Monaten
      Wer verkauft die Zertifikate eigentlich? wer teilt sie aus?
    • Detlef  •  vor 3 Monaten
      Landeverbot in Europa für Fluggesellschaften die sich dieser Abgabe verweigern. Gleiches Recht für alle. Komisch ist, dass sich die Weltdreckschleudern immer gegen den Umweltschutz stemmen.( China,Russland, USA und Indien) Wann begreifen die endlich, dass wir nur eine Erde haben, die zu schützen ist?
      • Arno vor 3 Monaten
        Weils die ein Dreck intressiert und bis die Erde nicht mehr bewohnbar ist schon alle längst tot sind..
      • G.M.K. vor 3 Monaten
        Da bewahrheitet sich wiedermal, dass Geld dumm macht, zuweilen sogar schwachsinnig. Und rücksichtslos sogar den Kindern und Enkeln gegenüber.
      • Quo Vadis vor 3 Monaten
        Prima Ihr Umweltsfreaks - wo bleibt nach soviel Gelaber endlich mal ein Funke von Erfolg. ???? Ach so hab´ich vergessen - bei Euch kommt ja der Strom immer noch aus der Steckdose !!!!!
    • steely dan  •  vor 3 Monaten
      china kann sich nicht immer verweigern,momentan schwimmt china oben weil sie viel billigschrott produzieren den die welt nicht braucht,aber die gesellschaft in china fängt jetzt schon langsam an zu bröckeln,sozial und ökonomisch,die verganganheit chinas hat schon gezeigt das hochkulturen tief fallen können sobald sie hochmutig werden..
      • Knut vor 3 Monaten
        ich glaub vorher müssen eher andere dran glauben. ich glaub china sperrt sich weil es das kann
      • Andy vor 3 Monaten
        Bevor China bröckelt und tief fällt, weht durch Deutschland schon längst der Wüstensand weil wir uns vorher vor lauter Auflagen und dank der gegen alles Wutbürger und Gutmenschen wirtschaftlich abgeschafft haben.
      • wervoe vor 3 Monaten
        der grossteil der chinesen ist arm , drum glaub ich auch dass der momentanige hochmut dieser antimenschenrechtsregierung sehr gefaehrlich fuer sie selbst ist. sie geben sich staerker als sie sind und lieben es sehr pocker zu spielen. voe3
    • Bimbo  •  vor 3 Monaten
      Sobald das Geld im Kasten klingt die Verschmutzung schnell verschwind.
      Es geht nur ums Geld aber nicht um die Sauberhaltung der Luft, China lass dich nichts auf Auge drücken.
    • P W  •  vor 3 Monaten
      Einfach den Europäischen Luftraum für die Chinesen sperren, dann erledigt sich die Sache bald von selbst !
      • Arno vor 3 Monaten
        Intressant und hast du auch bedacht wie die Menschen aus der EU dann China bereisen ? Am besten noch den Schiffsverkehr du scherzkeks...
      • Mucke Bauer vor 3 Monaten
        der meinung bin ich auch !!
      • ChristophL vor 3 Monaten
        Ganz einfach: Mit nicht chinesischen Linien.
    • Andy  •  vor 3 Monaten
      Den Lufraum sperren ist eine kindische Idee. Damit schaden wir uns nur selber. Die Chinesen werden ihrerseits Maßnahmen ergreifen. Und Europa ist wieso nicht der wirkliche Zukunftsmarkt. Dieser ist in ganz Asian bei Produktion und Absatz.
      Wir werden unwichtiger. Als ein Beispiel unter vielen boomt der Automarkt in China. Teilweise haben deutsche Autobauer wie VW, Audi und Co. in 2010 mehr Fahrzeuge in China gebaut / verkauft verkauft in DE.
    • Susan  •  vor 3 Monaten
      aha ... wer zahlt, darf verschmutzen, wer viel zahlt, darf viel verschmutzen. Was hat ein Handel mit der Umwelt mit Umweltschutz zu tun ???
      Wie krank ist das denn ??
      Das hat sich doch die EU abgeschaut bei der katholischen Kirche, die mit Sünden einen Ablasshandel betrieben hat (und teil noch tut).
    • Guido  •  vor 3 Monaten
      Ohne "Abgaben" wird die Industrie nicht gezwungen ihre Forschung und die daraus resultierenden Ergebnisse voranzubringen. Scheisse herstellen und verkaufen kann jeder - aber die Gemeinschaft kann sie selten gebrauchen.