Der Parlamentsgeschäftsführer der CSU im Bundestag, Stefan Müller, hat die Amtsführung von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) scharf kritisiert. Das Europäische Parlament habe einen Präsidenten gewählt und mit Martin Schulz stattdessen einen "SPD-Generalsekretär" bekommen, sagte Müller dem "Hamburger Abendblatt". "Ein Parlamentspräsident, der sich einseitig parteipolitisch profiliert und sein Amt nicht mit der gebotenen Überparteilichkeit ausübt, ist an dieser Stelle fehl am Platz."
Schulz ist seit Anfang des Jahres Präsident des Europaparlaments. Müller forderte den Sozialdemokraten auf, sich etwas zurücknehmen. Es gehöre nicht zu den Aufgaben des Parlamentspräsidenten, der Bundesregierung permanent in den Rücken zu fallen. "Der Stabilitätskurs der Bundeskanzlerin verdient Unterstützung in Europa", sagte Müller.


