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    Datenschützer warnt vor Cyber-Angriffen auf Elektroautos

    Auch persönliche Daten sollen gefährdet sein

    Meistgelesene Artikel - Wirtschaft

    Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar hat vor Hacker-Angriffen auf Elektroautos gewarnt. Durch Software-Eingriffe könnten Angreifer die Batterien manipulieren und so die Autos beschädigen, sagte Schaar in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Die Autoentwickler müssten sichere Schutzmechanismen für ihre Bordcomputer entwickeln.

    "Datenschutz und Datensicherheit gehen hier Hand in Hand", sagte er. Andernfalls wären sogar Attacken auf die Stromnetze möglich. "Dass das Auto als Virus genutzt wird, ist insbesondere im Hinblick auf die Anbindung an das Smart Grid als kritische Infrastruktur durchaus denkbar", sagte Schaar. Smart Grids sind "intelligente", nach Bedarf gesteuerte Stromnetze.

    Auch beim Schutz der Nutzerdaten sieht Schaar ein großes Risiko. "Gerade in Elektroautos entsteht eine Riesenmenge an Daten. Und darüber muss der Fahrer die Autonomie behalten", sagte er. Möglich sei, dass Unternehmen oder staatliche Stellen Bewegungsprofile von Fahrern erstellen. So könnten Steuerbehörden und Versicherungen sehr interessiert an den Autodaten sein. Besonders durch die Hybrid-Technik und elektronische Fahrassistenten falle eine große Menge an Daten an.

    Die Daten könnten in die Hände der Anbieter gelangen, wenn der Fahrer das Auto zum Tanken an eine Strom-Zapfsäule anschließt. "Ich stelle mir eine Google-Zapfsäule vor", sagt Schaar. "Dort kann man vielleicht etwas günstiger tanken, muss aber Dinge über sich und sein Auto preisgeben." Den Datenaustausch an der Zapfsäule gibt es schon heute: So erhebt der Stromkonzern RWE nach eigenen Angaben die Daten der Nutzer eines Pilotprojekts in Berlin. Dabei würden jedoch nur Daten für die monatliche Tankrechnung genutzt und andere Daten anonymisiert.

    "Die Systeme müssen so gestaltet sein, dass so wenig personenbezogene Daten wie möglich entstehen", sagte Schaar. Darüber müsse der Nutzer die Kontrolle behalten - sobald Fahrzeuginformationen dem Fahrer zugeordnet würden, seien sie personenbezogen. "Wo Daten verfügbar sind, wecken sie Begehrlichkeiten", warnte Schaar. Daher müsse auch sichergestellt werden, dass das deutsche Datenschutzrecht zur Anwendung komme und sich die Anbieter nicht über Umwege auf ausländisches Recht berufen.

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    10 Kommentare

    • Alex  •  vor 8 Monaten
      >"Ich stelle mir eine Google-Zapfsäule vor", sagt Schaar. "Dort kann man vielleicht etwas günstiger tanken, muss aber Dinge über sich und sein Auto preisgeben." <

      Klasse, hoffentlich kommt die bald, auch für meinen Benziener :-)!
    • Rudi  •  vor 8 Monaten
      Big Brother is watching you. Nicht zuletzt werden ja auch hier Beiträge gelöscht.
    • EndeGelände  •  vor 8 Monaten
      Sehr interessanter Artikel,
      Politik verstehe ich nur noch im gegenteil
      d.H Sie sagen etwas und meinen genau das gegenteil
      Peter Schaar ist ein ganz schlauer, er will unbedingt Google zuvor kommen!
    • R  •  vor 8 Monaten
      wie war das mit den geistern ???? die ich nicht mehr los werde.........!!!!!!!! ES LEBE DIE TRAURIGE ZUKUNFT :::
    • Alex21  •  vor 8 Monaten
      Lieber Fittfurnix leider kann ich Dir nicht zustimmen. Ich komme aus einer Gegend wo auch heute noch hart gearbeitet werden muss. Wir hacken auch Holz, holen Wasser aus dem Brunnen und arbeiten auf dem Feld, im Stall usw. ... hier bei uns in den weiten Sibiriens. Aber wir sind GLÜCKLICH, HEITER und leiden nicht unter BURN-OUT, STRESS, ALLERGIEN und zahlreichen PHOBIEN wie ihr. Wenn euer "Fortschritt" heißt dass wildfremde Leuten mehr einem über einem wissen als er selbst, dass man ständig "fully flexible, assertive & forever young" sein muss (alt sein ist in euer Gesellschaft eine Krankheit) und dazu auch 24 Stunden am Tag erreichbar ... brauche ich es nicht. Die wenigen Annehmlichkeiten die ihr eigentlich habt sind ein Deal mit dem Mefisto da ihr nur noch Bytes und Leistungsträger seid.
    • Olle  •  vor 8 Monaten
      Chiptuning?
    • Fittfürnix  •  vor 8 Monaten
      Es ist leicht über den technischen Fortschritt zu schimpfen. Doch überlegen wir mal genauer. Wie haben unsere Großeltern und Urgroßeltern gelebt? Wie hart mussten diese Generationen schuften um sich am Leben zu halten. Sie hatten keine Zentralheizung sondern mussten Kohle schleppen und Holz hacken. Beim zubereiten des Essens waren sie im Winter auf Eingemachtes oder auf Gemüse aus der Erdmiete angewiesen. Der Arzt konnte nur raten, was fehlt oder aufschneiden und nachsehen. Computertomographie oder Endoskopische Chirurgie gab es nicht. Mein Urgroßvater musste nach einem Arbeitsunfall, bei dem ihm ein glühendes Stück Eisen ins Auge geflogen war, 20 Kilometer zu Fuß ins nächste Krankenhaus gehen. Nachrichten waren nur per Brief oder im Besten Fall durch Telegramme austauschbar. Radionachrichten steckten in den Kinderschuhen.

      Ich selber kann mir nicht Vorstellen 70 oder 80 Jahre früher Leben zu müssen. Ich selber finden den Fortschritt toll und bin dankbar dafür. Die Probleme kommen eher aus der menschlichen Unvernunft, der Gier und dem Profitstreben. Diese Gier lotst uns immer Tiefer in vermeidbare Abhängigkeiten. Doch auch hier ist so etwas wie ein Evolutionsprozess im Gange. Überleben werden nur die sozialen Strukturen, die sich die Technologie auf sinnvolle Weise nutzbar machen. Moral spielt dabei keine Rolle. Nur das was Zweckmäßig ist setzt sich durch und entwickelt sich weiter.
    • Unerhört  •  vor 8 Monaten
      Mehr als Verschlimmbesserung kommt doch bei diesem vermeintlichen Fortschritt nicht mehr heraus.
      Die angepriesenen Zukunftsziele werden mit einem Wust an neuen Nebenwirkungen und Abhängigkeiten erkauft und machen das Individuum immer mehr zur stoffwechselnden Marionette.
      Wir haben uns auf Gedeih und Verderb den Gschaftlhubern ausgeliefert, die ohne Moral aus allem und jedem versuchen Vorteile zu ziehen.
    • thomy  •  vor 8 Monaten
      wollen wir wirklich all diesen sogenannten Fortschritt? Wie wird denn der Strom erzeugt, mit dem dann diese Autos - " ach so günstig"- durch die Gegend fahren? Steckt dahinter nicht tatsächlich dieser Datensammelwahn???
      • zalw vor 8 Monaten
        Wenn man zwischen Zeilen liest, bekommt man eindruck, ja?
        Es soll alles kontrolliert werden.
    • G.M.K.  •  vor 8 Monaten
      Schlimmes Problem!
      Haben wir hier auf den Yahoo!-Seiten auch mit diesen "Rote-Daumen-Drückern"
      • Jasmin vor 8 Monaten
        Logisch, dass hier nur Neg.Daumen sind; denn wer durchblickt klickt die ja nicht mehr an! Durch Änderung der Mail-funktion bin ich gerade dabei meine ganzen ;Mails umzulegen von yahoo weg
      • G.M.K. vor 8 Monaten
        @ Jasmin:
        Wohin? Bin neu, es interessiert mich.
      • EndeGelände vor 8 Monaten
        Sehr interessanter Artikel,
        Politik verstehe ich nur noch im gegenteil
        d.H Sie sagen etwas und meinen genau das gegenteil
        Peter Schaar ist ein ganz schlauer, er will unbedingt Google zuvor kommen!