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    DAX-Konzerne ernten Kritik für üppige Manager-Renten

    Hamburg/Essen (dapd). Hohe Rücklagen der deutschen Großunternehmen für die Pensionsansprüche ihrer Manager haben am Sonntag Kritik aus der Politik provoziert. Allein die 30 DAX-Konzerne hätten für ihre amtierenden Vorstände mehr als 637 Millionen Euro für Ruhegeldzahlungen zurückgestellt, hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" auf Basis eigener Berechnungen vorab berichtet. "Das ganze System ist pervers", sagte SPD-Bundestagsfraktionsvize Joachim Poß den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Montagausgaben).

    Spitzenreiter bei den Pensionsanwartschaften ist demnach der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche mit bislang zugesagten 29,6 Millionen Euro. Dahinter folgten der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn mit 19,7 Millionen und Josef Ackermann von der Deutschen Bank mit 18,8 Millionen Euro. Daneben hätten viele Manager Sonderkonditionen wie ein Rentenalter von 60 Jahren oder weniger.

    Namentlich griff Poß die Chefs von Daimler, VW und RWE an: "Die einzigen, die in Deutschland in einer sozialen Hängematte liegen, sind Spitzenmanager wie Zetsche, Winterkorn und Großmann", sagte er. "Wir werden das Thema aufgreifen und uns für eine Begrenzung der Managergehälter einsetzen. Dabei geht es nicht nur um Boni und Gehälter, sondern auch um die Altersversorgung für die Vorstände", betonte Poß.

    dapd

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