WAS IHRE FREUNDE LESEN

    DDR bestellte offenbar Ikea-Möbel aus kubanischen Gefängnissen

    Frankfurt/Main (dapd). Das schwedische Einrichtungskette Ikea soll nicht nur an Möbeln aus DDR-Haftanstalten sondern auch aus kubanischen Gefängnissen Interesse gehabt haben. Von Verhandlungen über Möbel aus Kuba berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Unterlagen des DDR-Außenhandels. Demnach bestellte eine DDR-Expertengruppe im Jahr 1987 in Kuba für Ikea Möbel aus Produktionsstätten, die dort "in Strafvollzugsanstalten des Ministerium des Inneren eingegliedert" waren.

    Einen Monat nach dem Kuba-Besuch habe der DDR-Außenhandel mit der "Ikea Trading Berlin" einen Vertrag über die Lieferung von drei- bis viertausend "Falkenberg"-Garnituren von Kuba nach Schweden abgeschlossen. Dabei hätten Ikea-Vertreter den Wunsch geäußert, in Kuba auch zehntausend Kindertische und 35 000 Esstische herstellen zu lassen. Die Lieferung erster Garnituren sei an Qualitätsmängeln der Fertigung in Kuba gescheitert. Die DDR habe dann aber für eine Produktionsumstellung gesorgt und Voraussetzungen für eine direkte Verschiffung von Havanna nach Schweden geschaffen.

    dapd

    Quizaction