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    Inflation frisst großen Teil der Lohnerhöhungen auf

    Plus teilweise aufgrund von Ende der Kurzarbeit

    Meistgelesene Artikel - Wirtschaft

    Die hohe Inflation im vergangenen Jahr hat die teils kräftigen Lohnerhöhungen zum großen Teil aufgefressen: Die Reallöhne stiegen 2011 lediglich um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Nominallöhne lagen den vorläufigen Angaben zufolge zwar im Schnitt um 3,3 Prozent höher als 2010 - die Verbraucherpreise kletterten aber im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent nach oben.

    Vor allem der weitere Abbau der Kurzarbeit, höhere Tarifabschlüsse und Sonderzahlungen führten dazu, dass die Nominallöhne im vergangenen Jahr kräftig anstiegen. Laut Statistik lagen sie im ersten und im zweiten Quartal 2011 sogar um knapp über vier Prozent höher als 2010. Im dritten Quartal stiegen sie noch um 3,0 Prozent, im vierten Quartal dann nur noch um 2,1 Prozent.

    In den letzten drei Monaten des Jahres reichte dieser Zuwachs der Nominallöhne nicht mehr aus, um den hohen Anstieg der Preise auszugleichen: Im vierten Quartal sanken die Reallöhne laut Statistik um 0,2 Prozent. Die Inflationsrate lag im vergangenen Jahr in allen vier Quartalen über zwei Prozent, die Verbraucher mussten vor allem für Benzin und Diesel sowie Öl und Gas zum Heizen deutlich mehr zahlen.

    In den vergangenen zehn Jahren waren die Verbraucherpreise deutlich stärker als die Nettolöhne und -gehälter gestiegen, wie das Statistische Bundesamt im Dezember zum zehnten Jahrestag der Einführung des Euro mitgeteilt hatte. Die Inflationsrate von Januar 2002 bis November 2011 betrug demnach 17 Prozent, der Anstieg der Löhne und Gehälter nur 11,2 Prozent. Im Jahr 2008 etwa stiegen die Reallöhne nur um 0,5 Prozent, im Krisenjahr 2009 sanken sie um 0,4 Prozent, und auch im Wachstumsjahr 2010 kletterten sie nur um 1,5 Prozent.

    In diesem Jahr wollen die Gewerkschaften für die Arbeitnehmer mehr herausholen: Sie haben Lohnforderungen von fünf bis sieben Prozent angekündigt. Verhandlungen stehen im öffentlichen Dienst, in der Metall- und Elektroindustrie, im Bankgewerbe, in der chemischen Industrie, in der Textil- und Bekleidungsindustrie, im Kfz-Gewerbe und im Hotel- und Gaststättengewerbe an. Die Ausgangssituation sei aber "ungünstiger als im Vorjahr", erklärte jüngst die Hans-Böckler-Stiftung, denn es werde allgemein mit einer Stagnation der wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet.

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    68 Kommentare

    • Oliver  •  vor 3 Monaten
      klar, da habe ich auch viel von gemerkt - nämlich gar nichts. Die Inflationsrate ist genau wie die Arbeitslosenzahlen eine Fake-Zahl. Einfach ein paar Lebensmittel die teuerer geworden sind raus aus dem statistischen Warenkorb und dafür einen Laptop der günstiger geworden ist rein - und schwupps stimmt die Inflation wieder. Das geht auch mit Arbeitslosen und Studenten oder Frührentnern.... Wir werden verarscht wo wir dabei stehen - die Auswirkungen (immense Invlation, Auseinanderbrechen der EU, keine Rente für die, die jetzt unter 40 sind, zusammenbrechendes Gesundheitssystem usw usw usw) werden wir früh genug spüren.......
      • Hausherr vor 3 Monaten
        Du sagst es.
      • Michaela vor 3 Monaten
        So ein Blödsinn. Es ist genau festgelegt an welchen Produkten die Inflation gemessen wird. Da kann man nicht teurere raus und billigere reinmachen. Egal wie blöd sie ist - Hauptsache wir tun unsere (unqualifizierte) Meinung kund.
      • Oliver vor 3 Monaten
        @Michaela: "In Deutschland wird der Warenkorb, bzw. der Gesamtindex aller 12 Abteilungen, für den Verbraucherpreisindex vom Statistischen Bundesamt erstellt und enthält etwa 750 Güter (Stand: 2004). Im Februar 2003 erfolgte eine Umstellung des Preisindex auf einen neuen Warenkorb mit dem Basisjahr 2000. Im neuen Warenkorb wurden u. a. Disketten durch CD-Rohlinge ersetzt, Schreibmaschinen entfernt und Laserdrucker sowie „Essen auf Rädern“ hinzugefügt. Darüber hinaus wurde die Gewichtung neu bestimmt und – mehr als zehn Jahre nach der Wiedervereinigung – ein einheitliches Wägungsschema für ganz Deutschland eingeführt, welches nun die Unterschiede der Verbrauchsgewohnheiten in Ost und West nicht mehr getrennt berücksichtigt.

        Im März 2008 wurde der Warenkorb auf das Basisjahr 2005 umgestellt.

        Die Datenbasis zur Ermittlung des Verbraucherpreisindex wird durch monatlich durchgeführte Erhebungen erstellt: Jeweils zur Monatsmitte führen im Auftrag der Statistischen Landesämter etwa 560 und im Auftrag des Statistischen Bundesamtes weitere 15 Mitarbeiter Preiserhebungen zu den im Warenkorb enthaltenen Gütern und Dienstleistungen durch. Die Preise werden in rund 40.000 so genannten Berichtsstellen erfragt (z. B. Einzelhandelsgeschäfte, Dienstleistungsbüros usw.), die in 190 Gemeinden über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind. Insgesamt setzt sich die Datenbasis aus etwa 350.000 Einzelpreisen pro Monat zusammen.

        Das Wägungsschema, welches die einzelnen Positionen und Preise entsprechend ihrem Anteil an den Haushaltsausgaben gewichtet, wird in Deutschland alle fünf Jahre aktualisiert."

        - Zitat Wikipedia - -- Was lernen wir darau??? Die "Gewichtungen" werden ab und zu neu bestimmt - Alles klar........ Soviel zum Thema unqualifiziert..... Ich würde an Deiner Stelle mal Deine Qualifikationen prüfen.....
    • Enrico  •  vor 3 Monaten
      Nach Adam Riese ist 1+1=2 und nicht 3 oder 4
      • Oliver vor 3 Monaten
        woher will man wissen, dass der Riese ein seriöser Mathematiker ist? Frag doch die Elite im Land, die können da sicher eine verlässlichere Antwort geben.
    • dwgaf  •  vor 3 Monaten
      Was muss ich daraus folgern? Ich bin kein Deutscher ...
      Aber im Ernst: Erst die reißerische Schlagzeile, dann im letzten Absatz die traurige Wahrheit: "die Lohn- und Gehaltserhöhungen seien 2011 durch die Inflation aufgefressen worden".
      Sie sind sogar um 0,3% gesunken. Na ja, gefühlte 15%, würde ich sagen.
      Aber jetzt bin ich wieder beruhigt, ich scheine doch ein Deutscher zu sein ...
    • manni_peter  •  vor 3 Monaten
      frage mich ob die statistiker selbst einkaufen gehen?
      • isjalustig vor 3 Monaten
        klar , die fressen aber technik und sind somit nicht auf lebensmittel angewiesen .
      • - vor 3 Monaten
        Nein, die lassen einkaufen!
      • E W S vor 3 Monaten
        Sie gehen schon selbst einkaufen, aber sie schwindeln einfach! Denn sie werden von der Politik bezahlt. Und die lässt keine Statistik zu, solange sie nicht höchstpersönlich gefälscht wurde.
    • Wutbürger  •  vor 3 Monaten
      Ja ich frage mich eigentlich warum die Regierung überhaupt noch etwas veröffentlicht, immerhin glaubt keine Sau mehr an diese Fakezahlen und wenn mich nicht alles täuscht surfen doch die Parteimitläufer jeden Tag durch die Foren und checken ab, ob oder ob die neues Lüge fruchtet. Angi lass es , wir wollen nicht auch noch zum Arzt wegen Zwerchfellermüdungsburnout ;)
      • UweF vor 3 Monaten
        Unter den Nicht-Wutbürgern ist Frau Merkel eine geachtet Politikerin. Wen hätten Sie als Wutbürger denn lieber? Sich selbst? Lafontaine (der hat zumindest auch immer Wut!)
    • Silke ☺  •  vor 3 Monaten
      Deutschland ein Wintermärchen!
    • Ulrich  •  vor 3 Monaten
      Welche Lohnerhöhungen?
    • Maxwell  •  vor 3 Monaten
      Das ist erst der Anfang der Inflationspirale.Werden demnächst mit der Schubkarre unsere Scheine zur Bank schleppen um nicht zu verhungern.
    • Enrico  •  vor 3 Monaten
      Der Hausgemachte Montagswitz der Bundesregierung, ach haben wir alle wieder gelacht !!!
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      Die BRD ist Schlusslicht bei Lohnerhöhungen und Rentenerhöhungen in Europa !
      Aber bei fette Preiserhöhungen und immer neue Steuern und abzocken vorne .
    • Stefen Schubert  •  vor 3 Monaten
      Hartz IV: Billiglöhne kommen Staat teuer zu stehen
      Hartz IV – Bedürftigkeit arbeitsmarktaktuell: Hartz IV - Bedürftigkeit von Erwerbstätigen Staat zahlt die Löhne der AG kommt der Allgemeinheit/d. Steuerzahler t e u e r zu stehen.
      Gut zwei Milliarden Euro pro Jahr muss der Bund ausgeben, um Geringverdienern mit Vollzeitjobs ein gesellschaftliches Existenzminimum zu garantieren. Zusammen mit den Zuschüssen für Teilzeitbeschäftigte sind es sogar vier Milliarden Euro, die der Staat über Hartz IV beisteuerte. Das zeigt eine aktuelle Studie des DGB. Niedriglöhne sind nicht nur Zündstoff für den Bund, sondern auch für die Kommunen. Denn Städte und Gemeinden müssen den Großteil der Wohnungskosten auch für jene übernehmen, die trotz eines Arbeitsplatzes auf Hartz IV angewiesen sind. Und das kosten (HatzIV-Lohn) bis zu 4000-
      Millionen EUR jährlich, die Löhne -für die kapitalistische deutsche Bande zu bezahlen!
    • user  •  vor 3 Monaten
      Hallo Leute , lasst es die Gewerkschaften nur richten , es sind die Preistreiber der Nation , es dürfte dem Dümmsten klar sein , das bei jeder Lohnerhöhung , das Produkt , somit das Leben teuerer wird und unsere Produkte , für das Ausland deshalb zuteuer werden .Ein Schwanz ohne Ende , nein falsch , das Arbeitsvolk muß die Zeche zahlen !
    • misterx  •  vor 3 Monaten
      Die oben genannte Hans-Böckler-Stiftung, ich empfehle jeden mal auf die Seite von denen zu gehen, sehr interresant was man da alles findet.
      z.B. Schuldenbremse: Kein Beitrag zur Vertrauensbildung im Euroraum
      Deutsche Arbeitslose oft arm
      Diskussion um Niedrig- und Mindestlöhne
      Die Themen wären doch mal eine Schlagzeile Wert!!
      Und sowas findet man dort auch:
      Datenbank atypische Beschäftigung,
      Ob Befristung, Teilzeit oder Leiharbeit: Die regionale Datenbank "Atypische Beschäftigung" des WSI stellt für alle Stadt- und Landkreise Deutschlands Daten zur atypischen Beschäftigung zur Verfügung
    • weißnix  •  vor 3 Monaten
      "Plus teilweise aufgrund von Ende der Kurzarbeit" Das bedeutet für mich nicht das ich mehr verdiene sondern das ich WIEDER Geld verdiene!
    • BOPA CRELOT  •  vor 3 Monaten
      AJA, Jetzt ist des die Inflation, welche, uns auffrist........Jeder ist Schuldig.....Nur nicht die LEBENSLÜGE Europa.......
      Warum nicht auch noch das..dem präsidenten Wulff ankreiden , los !

      Wie sagte der Ungarn zum deutschen Schultz in der IIlmer Sendung:

      Ja, Herr Schultz, wieso Zahlen Sie ihre Anforderungen an alle Nationen, nicht einfach mal...aus Ihrer TASCHE.........Schultz schaute verdutzt aus der Schreihalswäsche.......Richtig, warum Tun die Eurokraten nicht ihren Beitrag zur Inflation, Deflation, Implosion oder Explosion...wieso immer die Kleinen.......????

      Wollt ihr Krieg....neeeee...also ändert die Prioritäten.........schnell.....die Abfuhr der Chinesen war klar u. deutlich.......
    • Wolfgang  •  vor 3 Monaten
      Na also , dann ist doch alles in bester Ordnung. Dann kann ja jetzt fleissig an Grichenland, Spanien usw. bezahlt werden. ;-)
    • fridolin  •  vor 3 Monaten
      Wie wäre es mit einer Steuer für Dummheit. Könnte man in diesem Posting ordentlich abkassieren!!!
    • Straffmit3f  •  vor 3 Monaten
      Hauptsache die Schlafmützen im Bundestag haben gut Lachen......
    • Night Wolfe  •  vor 3 Monaten
      Hmm, Nettoeinkommen 800 Euro pro Monat macht bei großzügiger Rechnung 8 Euro mehr im Monat, also das sind 2 Kaffee bei Starbucks oder ein Big Menue bei MacWürg! Wow!
    • maria  •  vor 3 Monaten
      Vieleicht sollte ich weitersuchen...irgendwo muss das geld ja sein, das ich mehr in der tasche haben soll.....aiiiii wo isses dann :)))))) das ist das neue wintermärchen passend zum wetter ...ja genauuuuuuuuuuu