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    Deutsche Bank zeigt vor Krisengipfel Stärke

    Frankfurt (dapd). Kurz vor dem nächsten Brüsseler Krisengipfel am Mittwoch zeigt die Deutsche Bank Stärke. Zwischen Juli und Ende September erzielte Deutschlands größtes Bankhaus einen Gewinn von 777 Millionen nach Steuern und hat ein "komfortables" Kapitalpolster, wie Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann erklärte. Staatshilfen würden keinesfalls gebraucht. Im gleichen Quartal des Vorjahres musste die Bank die Postbank abschreiben und verlor 1,2 Milliarden Euro.

    Ackermann schrieb im Vorwort des 100-seitigen Zahlenwerks, dass die schlimmsten Finanzturbulenzen seit der Lehman-Pleite vor drei Jahren den Gewinn noch belasteten. Sonst hätte wohl ein größeres Plus unterm Strich gestanden.

    Aber einen scharfen Schuldenschnitt für griechische Staatstitel könnte die Deutsche Bank verkraften. Von Quartal zu Quartal hat sie die den Wert der Forderungen abgeschrieben, zuletzt um 228 Millionen Euro. Sollte der Krisengipfel einen scharfen Schuldenschnitt bis zu 60 Prozent beschließen, wie derzeit diskutiert, käme eine Berichtigung in etwa derselben Höhe hinzu, rechnen Analysten.

    "In der gegenwärtigen Situation sind die Zahlen der Deutschen Bank eine gute Leistung," sagte Konrad Becker von der Privatbank Merck Fink in München nach einem Blick auf die Zahlen. "Allerdings ist das Investment Banking brutal zusammengebrochen." In diesem besonders risikoreichen Geschäftsbereich verdiente die Deutsche Bank 329 Millionen Euro, fast 75 Prozent weniger als im dritten Quartal 2010.

    Das dicke Plus kommt vor allem dank des Privatkundengeschäfts und der Postbank zustande. Damit verdiente die Deutsche Bank fast 500 Millionen Euro, nach 336 Millionen im Vorjahresquartal.

    Deutschlands größte Bank steht somit fast genauso gut da wie die Schweizer Großbank UBS. Die Züricher gaben am Dienstagmorgen einen Gewinn von 820 Millionen Euro bekannt. Auch hier hätte es mehr sein können, denn die UBS musste gut 1,5 Milliarden Euro Verlust verdauen, den ein einzelner Händler in der Londoner Filiale der UBS verzockte.

    Auch die Schweizer sind froh über ihr Privatkundengeschäft. Die Verwaltung von Vermögen wohlhabender Kunden trug fast 90 Prozent zum Reingewinn bei. Weil die UBS damit weniger Risiko trägt, sind die Schweizer im Krisenfall sogar widerstandsfähiger als die Deutsche Bank.

    Doch auch Ackermann sieht sich in einer starken Position. "Mit unserer Kapitalausstattung sind wir...in einer komfortablen Lage", sagte er.

    dapd

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    1 Kommentar

    • herka  •  vor 6 Monaten
      Es wird hier immer von Krisen gesprochen ! Wer hat, wenn dies zutrifft, das Desaster kontinuierlich verursacht ?? Das Volk bestimmt NICHT ! Verantwortlich ist in erster Linie unsere Regierung !!! Danach kommen Banken , Versicherungen ob staatliche oder private ist egal, danach noch unsere gewinnsüchtigen Manager und Großunternehmer die den Reichtum durch Lohn, -und Gehaltskürzungen an deren Mitarbeitern erzielt haben und Ihren "Gewinn" und Reichtum steuerfrei an ausländischen Banken angelegt haben !
      Wir werden spätestens Ende 2014 unsere Ersparnisse in den grossen Karren, den unsere Regierung in die Odelgrube gefahren hat, werfen können bevor Diese im Morast versunken ist ! Deutschland ist kein Land der Vernunft sondern ein PFUHL von Ausbeutern !! AMEN