Berlin (dapd). Die deutsche Autoindustrie hat bei der Senkung der Abgasbelastung nach eigenen Angaben die Importeure abgehängt. Die in Deutschland neu zugelassenen Autos der heimischen Hersteller pusten laut Verband der Automobilindustrie (VDA) durchschnittlich noch 146,3 Gramm pro Kilometer des klimaschädlichen Gases CO2 in die Luft, während Importfahrzeuge auf 143,6 Gramm kämen. Die deutschen Hersteller hätten damit bisher im Jahr einen Rückgang um 4,1 Prozent erreicht, die Importeure nur 3,3 Prozent, wie VDA-Präsident Matthias Wissmann am Donnerstag in Berlin mitteilte. Er bezog sich auf Daten des Kraftfahrtbundesamtes.
Im November erreichten die deutschen Konzernmarken einen Rückgang von 3,8 Prozent und kamen damit auf einen durchschnittlichen CO2-Wert von 143,4 g/km. Damit liegen sie laut VDA erstmals auf dem Niveau der Importeure, deren neu zugelassene Fahrzeuge im Schnitt 143,0 g/km CO2 (-2,7 Prozent) ausstoßen.
"Trotz des deutlich höheren Anteils in den oberen Fahrzeugsegmenten sind die deutschen Marken aufgrund ihrer effizienten Modelle jetzt beim CO2-Ausstoß gleichauf mit ihren Wettbewerbern", erklärte Wissmann und erinnerte an "die technologische Kompetenz der deutschen Automobilindustrie". Der mittlere Kraftstoffverbrauch der Pkw deutscher Konzernmarken lag im November mit 5,8 Liter auf 100 Kilometern sogar unter dem Verbrauch der Importeure (5,9l/100 km). Dieser Verbrauchsvorteil sei auf den höheren Dieselanteil bei deutschen Autos zurückzuführen.
Als besonders sparsam in ihrer jeweiligen Klasse nannte der VDA unter anderem den VW Polo 1.2 TDI mit 3,3 l/100 km bei den Kleinwagen, den BMW 520 d mit 4,5 l/100 km in der oberen Mittelklasse und den Mercedes-Benz CLS 250 CDI mit 5,1 l/100 km in der Oberklasse.
dapd


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