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    Deutsche Unternehmer fordern mehr Solidarität mit Athen

    Andauernde Kritik "Gift" für Reformbemühungen

    Die in Griechenland tätigen deutschen Unternehmen fordern von der Bundesregierung einen "politischen Schulterschluss" mit Athen. "Die deutsche Regierung müsste mehr Solidarität zeigen, ohne darauf zu verzichten, dass Griechenland seine Hausaufgaben macht", sagte der neue Geschäftsführer der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer, Athanassios Kelemis, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Die andauernden kritischen Stimmen seien "wie Gift für dieses Land, das versucht, seinen Haushalt in Ordnung zu bringen", kritisierte Kelemis.

    Die Eurostaaten müssten "die Unsicherheit von den Finanzmärkten nehmen und sagen: Politisch stehen wir zu Griechenland und seinem Reformprozess", forderte der Vertreter der deutschen Wirtschaft in Athen. Kelemis betonte, trotz der Bilder deutschlandfeindlicher Demonstranten in dem Land hätten die Griechen "traditionell ein gutes Verhältnis zu Deutschland."

    Zur Stützung der griechischen Wirtschaft forderte Kelemis, Investitionen in dem Land müssten erleichtert werden. Gestärkt werden müssten vor allem die dort schon aktiven Firmen, die verlässliche Rahmenbedingungen benötigten. Zuletzt hatten zwei große griechische Firmen angekündigt, ihren Unternehmenssitz ins Ausland zu verlegen. Eine Gefahr, dass auch in Griechenland aktive deutsche Unternehmen abwandern, sieht Kelemis aber nicht: "Die deutschen Unternehmen kämpfen hier mit den Gegebenheiten. Aber es gibt keinerlei Anzeichen, dass sie sich aus dem Land zurückziehen wollen."

    Kelemis ist seit Montag neuer Geschäftsführer der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer in Athen. Seine berufliche Laufbahn begann der gebürtige Grieche als Assistenzprofessor an der Technischen Universität Berlin. Später war er als Professor, Unternehmensberater und Manager tätig.

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