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    Diskussion um DFB-Präsident: Beckenbauer für Niersbach

    Zwanziger kündigt seinen Rücktritt für Oktober 2012 an

    Die Rücktrittsankündigung von Präsident Theo Zwanziger hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kalt erwischt. Selbst die Präsidiumskollegen hatte der 66-Jährige auf einer Sitzung am Freitag im Unklaren gelassen und erst auf einer Rede während der Jahresabschlussfeier des Verbandes in Neu-Isenburg über seine spektakuläre Entscheidung informiert - die allerdings schon wenige Minuten zuvor medial verbreitet wurde. Seitdem ist auch die Nachfolge-Diskussion in vollem Gange. "Kaiser" Franz Beckenbauer spricht sich bereits für Generalsekretär Wolfgang Niersbach aus.

    Nicht besser als Zwanzigers Präsidiumskollegen erging es den leitenden Angestellten. Auch Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff wussten von nichts und wurden bei der Gruppenauslosung für die EM-Endrunde in Kiew erst kurz nach Ziehung der Lose von Niersbach telefonisch unterrichtet.

    Entsprechend überrascht reagierten Löw und Bierhoff. "Wir bedauern diesen Schritt, aber wir respektieren eine persönliche Entscheidung. Wir haben mit Dr. Zwanziger immer gut zusammengearbeitet, wenn es um die Interessen der Nationalmannschaft ging", sagte Löw. Bierhoff äußerte: "Die Nachricht kommt für mich überraschend. Wir müssen sie akzeptieren."

    Zwanziger hatte im Interview auf dfb.de auf die Frage, ob die vielfältigen Krisenszenarien (z. B. Fall Amerell, Schiedsrichter-Steueraffäre, Hooligan-Gewalt) der vergangenen Monate seine Entscheidung beeinflusst hätten, eingestanden: "Es wäre eine Lüge, wenn ich diese Frage mit 'Nein' beantworten würde. Jedes Spannungsfeld wird medial gleich zu einer Krise hochstilisiert, das kostet schon eine Menge Kraft."

    Beckenbauer sprach bei Sky von "einer kleinen Verzweilungstat, weil es zuviel geworden ist". Die Arbeit als DFB-Präsident sei ein "Fulltimejob". Deutschlands Fußball-Lichtgestalt kommt für den Posten nicht infrage. Für den 66-Jährigen ist vielmehr der fünf Jahre jüngere Niersbach, ein Mitstreiter im WM-OK 2006, erste Wahl als Zwanziger-Nachfolger. "Wolfgang Niersbach ist natürlich einer, der alles kann, der bei der FIFA gerne gesehen ist, der bei der UEFA gerne gesehen ist. Es ist sehr wichtig, dass der DFB in diesen wichtigen Gremien bei UEFA und FIFA vertreten ist." Niersbach sei für ihn der "Beste", sagte der "Kaiser" beim Sportnachrichtensender Sky Sport News HD.

    Über Liga-Präsident Reinhard Rauball, der ebenfalls als möglicher Nachfolgekandidat Zwanzigers gilt, sagte Beckenbauer: "Ich weiß nicht, ob Reinhard Rauball diesen sehr wichtigen und guten Posten bei der Liga als Ligapräsident hergibt." Kein Geheimnis ist, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Ligaverband alles andere als zufrieden mit der öffentlichen Darstellung des DFB waren.

    Dritter potenzieller Nachfolgekandidat ist nach SID-Informationen Rainer Koch (52), der Präsident des Süddeutschen Fußball-Verbandes (SFV). Hingegen dürfte Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß, über den ebenfalls schon als DFB-Boss spekuliert wurde, kein Interesse am Job in der Frankfurter DFB-Zentrale haben.

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    11 Kommentare

    • Manfred G  •  vor 5 Monaten
      Vettern ernennen ihre Vettern. Wie immer.
      Ob die Kerle was taugen oder nicht.
    • WOLF09  •  vor 5 Monaten
      DFB abschaffen!!und gut ist.
    • Ma.Ka.  •  vor 5 Monaten
      Zwanziger muss jetzt nicht anfangen zu flennen. Er hat doch selber schuld. Hätte sich aus den Bettgeschichten von Amerell und Kempter raus halten sollen. Und er will uns doch wohl nicht weismachen das er von dem Schiedsrichterskandal nichts mitbekommen hat. 71 Pfeiffen bescheissen das Finanzamt und der Dussel kriegt nichts mit. Wers glaubt.
    • Eckehard  •  vor 5 Monaten
      Warum nicht schon früher?
    • Quirin Minou  •  vor 5 Monaten
      Für zwanziger kommt dann dreißiger.
      • expat vor 5 Monaten
        Totaler Quatsch, Blatter=Mr.Propper kommt! Wir hatten doch schon wunderbare Erlebnisse mit Ackermann, den naechsten schweizer Kaese bitte.
    • tschortsch  •  vor 5 Monaten
      Im DFB wird sich nie etwas ändern.
      Nur Ja Sager,
      ( Theo, Sammer, Löw, Bierhoff . . . .
    • Kat  •  vor 5 Monaten
      Uli Hoeneß ist total ungeeignet für einen Posten wo diplomatisches Vorgehen wichtig ist.
    • wolfgang j  •  vor 5 Monaten
      BEckenbauer ist natürlich auch einer, der alles kann, der gerne gesehen ist, der überall vertreten ist, JO is denn heit scho Weihnachten????
    • lirpa  •  vor 5 Monaten
      De Loddar wär schon gut und qualifiziert. Und alle sagen Mensch der KT ist jetzt DFB-Präsident.
    • Marcus  •  vor 5 Monaten
      Beckenbauer solde nicht vom Fußball reden hat keime anung.
      • tschortsch vor 5 Monaten
        Erst Deutsch lernen . . .
      • Franz vor 5 Monaten
        Alter, was hast du dir reingezogen. Augenstillstand und Verlust der Muttersprache,
        oder? Da wundern mich die Pisa-Studien nicht mehr :D
    • expat  •  vor 5 Monaten
      Ich finde seine Entscheidung grossartig, vor allem in Richtung Blatter, der auf seinem Posten mumifizieren will.
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