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    Dobrindt rät Griechenland zum Austritt aus Euro-Zone

    Berlin (dapd-bay). In der Union wird offenbar eine baldige Grundsatzentscheidung der Euro-Mitgliedsländer über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone erwartet. Sie vermute, dass es dazu in den nächsten Wochen kommen werde, sagte die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, die sogar die Möglichkeit eines Ausschlusses Griechenlands aus der Euro-Zone ins Spiel brachte. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt rät Athen bereits zu einem freiwilligen Austritt aus der Währungsgemeinschaft. Dagegen warnt Bundesbank-Vorstand Rudolf Böhmler vor einem solchen Schritt.

    Hasselfeldt sagte der "Passauer Neuen Presse" (Mittwochausgabe): "Wir werden in absehbarer Zeit sehen, wohin die Reise geht. Ich vermute, dass wir innerhalb der nächsten Wochen eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen haben." Zunächst sollten aber die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen Griechenland und den Banken sowie die Bewertung der Troika aus EU-Kommission, EZB und Internationalem Währungsfonds abgewartet werden.

    Die CSU-Politikerin fügte hinzu: "Wenn aber ein Land nicht in der Lage oder bereit ist, die Auflagen, die mit den Hilfen verbunden sind, zu erfüllen, dann muss es die Möglichkeit geben, dieses Land aus der Euro-Zone auszuschließen." Rechtlich gehe dies derzeit nicht, räumte Hasselfeldt ein, fügte aber an: "Also muss man diese Möglichkeit schaffen."

    Dobrindt sagte der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe): "Wenn Griechenland nicht den nötigen Umsetzungswillen für die unumgängliche Sanierung des Landes aufbringt, dann sollte man dort ernstlich über einen Neuanfang außerhalb der Eurozone nachdenken."

    FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle schließt einen Staatsbankrott Griechenlands im Zuge der Euro-Krise nicht aus. "Griechenland hätte nie in die Euro-Zone aufgenommen werden dürfen. Es wäre zwar bitter, aber ein Staatsbankrott Griechenlands wäre notfalls beherrschbar", sagte Brüderle der Mainzer "Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe).

    Die helfende Hand der EU bleibe ausgestreckt, die Gemeinschaft müsse jedoch "die Überzeugung gewinnen, dass die Griechen es schaffen". Helfen könnte im Fall Griechenland nach Ansicht des FDP-Politikers eine Art "Treuhand", wie sie in Ostdeutschland nach der Einheit installiert wurde.

    Dagegen warnt Bundesbank-Vorstand Rudolf Böhmler die Politik davor, Griechenland insolvent gehen zu lassen. "Eine unkontrollierte Pleite Griechenlands oder gar ein Austritt würde große Verwerfungen auf den Finanzmärkten mit sich bringen", sagte Böhmler der Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). Eine Insolvenz "könnte für die übrigen Euro-Staaten sehr viel teurer werden als der gegenwärtig eingeschlagene Weg".

    Laut "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) wächst in der schwarz-gelben Koalition der Widerstand gegen das geplante zweite Rettungspaket für Griechenland. Union und FDP müssten um eine eigene Mehrheit im Bundestag bangen. Vor allem bei CDU und CSU gebe es viel Unmut, schreibt die Zeitung. Die Zahl der Abweichler in der Koalition dürfte aktuell bei mehr als 40 liegen, hieß es. Angesichts der Situation in Griechenland sei den Wählern ein weiteres Milliardenhilfspaket kaum zu vermitteln, so die Begründung.

    dapd

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    15 Kommentare

    • Nobody  •  vor 3 Monaten
      Hey sagen sie das den Griechen und lassen sie das Volk über einen Euro austriett ja noch besser einen EU austieg abstimmen!! Was glauben sie wird passieren, die Griechen stimmen mit Freuden trännen in den Augen für den austriet.
      Die Griechen stablisieren sich innerhalb kürzester Zeit und überholen den Euro und Eu Wirtschafts raum. Genau deshalb, dürfen die Griechen niemals darüber abstimmen!
      Ein Politisches Erdbeben wäre die Folge.

      So wie die Deutschen Bürger das niemals dürfen.
      • E.T. vor 3 Monaten
        100% Zustimmung!
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      Weg mit denen!!!
      Sonst macht es jeder wie die Griechen!
    • giwi  •  vor 3 Monaten
      Dobrindt hat sie nicht mehr alle. Der Berliner "Tagesspiegel", eine traditionell gut-bürgerliche Zeitung, bezeichnete ihn in den letzten Tagen schon als "Clown" und "Narr".
      Jetzt bewies er das erneut. Während Finanzminister Schäuble heute dazu aufrief, die Ergebnisse von Brüssel erst einmal sacken zu lassen und nicht ständig durch neue Forderungen die Märkte zu beunruhigen. betreibt Dobrindt genau das wieder, nachdem er erst vor kurzem die Sau eies Verbots der Linken durchs (publizistische) Dorf getrieben hat.
      Wie schlagzeilengeil muss der Mann sein.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      Ich schreibsmal so ...dumm wer jetzt noch zusteigt in den Euro EU Bus !!
      • E.T. vor 3 Monaten
        Deshalb haben die Polen ja auch gerade erst gesagt, daß sie die Kriterien zum Beitritt des Währungsverbundes noch nicht erfüllen können! :-)))
    • Gerhard  •  vor 3 Monaten
      Das waere evtl. ein nachvollziehbarer Entschluss, egal von welcher Seite er kommt.

      Ich kann mir gut vorstellen dass Griechenland, wenn es nicht mehr dem Druck des Euros untersteht, sich wirtschaflich schneller erholen koennte als mit Euro.

      Griechenland koennte fuer die Eurolaender guenstiger produzieren und koennte ein sehr guenstiges Urlaubsland werden wenn man die Relation Euro - Drachmen sieht.

      Vorausgesetzt natuerlich dass die Griechen auch weiterhin in eigenem Interesse ihren Haushalt konsolidieren und nach den Vorgaben der EU weiterfuehren.
    • Erwin Lindemann  •  vor 3 Monaten
      Das diensthöchste bayrische Rindtvieh sollte sich besser um die Beobachtung seiner braunen Spießgesellen kümmern, anstatt erwachsene Menschen mit seinen spätpubertären Ergüssen zu belästigen.
    • J. T.  •  vor 3 Monaten
      Die Rettung Griechenlands wäre doch ganz einfach!
      Warum wird in den EU-Ländern (oder Weltweit) nicht einfach ein "Solitaritätszuschlag" für Griechenland eingeführt? Auf diese Idee wird unsere "allwissende EU-Spar-Expertin" (und deutsche Kanzlerin) vermutlich bald kommen!
      • E.T. vor 3 Monaten
        Dann werden demnächst noch weitere "Solis" für Spanien, Italien und Portugal folgen ...
    • Joerg  •  vor 3 Monaten
      Na, was sind wir doch alle überrascht, dass die bisherigen Maßnahmen erfolglos geblieben sind. Wer hätte so etwas ahnen können. Ich habe für mich ein neues Naturgesetz entdeckt: Die dümmsten Experten arbeiten für die dümmsten Volksvertreter, die ihre Legitimation durch die dümmsten Wähler erhalten..
    • Rudi  •  vor 3 Monaten
      Dieser, in einer Amigo Partei tätige Malakka, sollte sich mit der schwarze Kasse Affäre der christlichen befassen, als so einen Scheis zu verbreiten.
    • prplrain  •  vor 3 Monaten
      Wieso kommen unsere Supergehirnpolitiker erst jetzt darauf, dass GR nicht in die EURO-Zone aufgenommen hätte werden dürfen?
      Je früher GR die Zone verlässt um so besser für uns!!!
    • charlymann  •  vor 3 Monaten
      Nicht austreten rauswerfen ist angesagt!
    • bommel  •  vor 3 Monaten
      sofortiges auftrittsverbot für diesen extremistischen politclown
    • J.M.  •  vor 3 Monaten
      Scheint für unsere Politiker irgendwie schwer nachvollziehbar zu sein, dass ein Fass ohne Boden nicht voll wird, egal wieviel man reinschüttet.
    • E.T.  •  vor 3 Monaten
      Es wäre fatal, in Anbetracht der bisher investierten Milliarden, Griechenland einfach so den Austritt aus dem Währungsverbund zu ermöglichen! Warum hat man dem griechischen Volk eigentlich verwehrt, selbst, wie versorochen, über seinen Verbleib im Euro-Raum zu entscheiden? Ganz einfach, weil die "grauen Imminenzen", wie "Merkozy" im Hintergrund Druck auf die griechische Regierung ausgeübt haben! Was würde denn passieren, würden die Griechen aussscheiden und es gelänge sich erfolgreich zu konsolidieren? Was würde in den anderen EURO-Staaten passieren, deren Bürger für den Erhalt des Euros "zur Ader gelassen werden", oder erhebliche soziale Opfer bringen müssen? Wie will man dann europaweit Lohndumping und Sozialabbau durchsetzen? Denn dahin geht die allgemeine politische Richtung!
    • Dieter Lienau  •  vor 3 Monaten
      Der Dobrindt wieder? bei den Linken ,die er ja verbieten möchte, wied dieser vorstoss nur bekräftigen das der Mann sich nur ins richtige Licht rücken will, Realitätsfremd wie er nun mal ist, prügelt er nun mal auf,s eigen Politvölkchen, Das die Griechen aussteigen sollten , sagen hier schon eine menge Leute, aber was kommt dann? wird sich die EU auflösen wenn man sieht das die Griechen sich berappeln?? dann folgt Portugal,Spanien,Italien?
      Wenn so die alternative aussieht, warum nicht? aber wer gibt uns unser Geld zurück?? all das ,was der Deutsche an Griechenland und andere Länder gespendet hat?? Müssen unsere Kinder ein Leben lang FÜR MERKEL und CO ZAHLEN ?? das hat bisher nur der kleine mit dem Schnauzer geschafft.
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