Mexiko-Stadt (dapd). Die Gewalt im mexikanischen Staat Veracruz wendet sich auch immer mehr gegen Journalisten. Nach dem Mord an einer Reporterin in der vergangenen Woche sind am Donnerstag wieder drei Fotoreporter tot aufgefunden worden, die über den blutigen Drogenkrieg berichtet hatten.
Die Leichen der drei Männer sowie einer weiteren Frau wurden in Boca del Rio in Plastiksäcken in einem Abwasserkanal entdeckt. Sie wiesen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Folterspuren auf und waren verstümmelt.
Medienorganisationen erklärten, alle drei Fotografen seien zwischenzeitlich aus Veracruz geflüchtet, nachdem sie im vergangenen Jahr Drohungen erhalten hatten. Einer von ihnen hatte nach seiner Rückkehr nach Veracruz sogar den Job gewechselt und war Schweißer geworden. Bei der getöteten Frau handelt es sich nach Behördenangaben um die Freundin eines der Opfer.
In den vergangenen 18 Monaten wurden in dem ostmexikanischen Staat mindestens sieben Reporter und Fotografen getötet. Erst vor knapp einer Woche war dort eine Reporterin eines Nachrichtenmagazins in ihrer Wohnung erdrosselt worden. Wie die meisten der Getöteten zählten auch die am Donnerstag tot aufgefundenen Männer zu den wenigen Journalisten in Veracruz, die noch über Drogenkriminalität berichteten.
In der Region kämpfen zwei Drogenkartelle um die Vorherrschaft, die Zetas und die Neue Generation, eine Bande aus dem Staat Jalisco, die mit dem mächtigen Sinalao-Kartel von Joaquin "El Chapo" Guzmán zusammenarbeitet.
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