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    Dresdner Kraszewski-Museum schließt Mitte Juli wohl für immer

    Dresden (dapd). Das Dresdner Kraszewski-Museum schließt voraussichtlich ab Mitte Juli endgültig seine Pforten. Die Verwaltung werde dem Stadtrat vorschlagen, das Haus nicht mit neuem Konzept weiterzuführen, teilte die Stadt Dresden am Dienstag mit. Die Einrichtung eines Ausstellungs- und Veranstaltungshauses werde aus Sicht der Stadt zu teuer, hieß es zur Begründung. In Umbauten müssten rund 70.000 Euro fließen, die laufenden Kosten würden jährlich 35.000 Euro betragen.

    Bis Ende 2011 hatte das Museum eine Dauerausstellung über das Leben und Werk des polnischen Schriftstellers Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887) gezeigt. Im Dezember hatte der polnische Staat sämtliche Leihgaben und somit den gesamten Bestand des Museums zurück ins Warschauer Adam-Mickiewicz-Literaturmuseum geholt. Seit Mitte Februar wird in dem Haus nur noch eine temporäre Sonderausstellung über deutschstämmige Familien in Warschau gezeigt.

    Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) betonte, die endgültige Schließung bedeute "weder, dass wir Kraszewski vergessen, noch dass wir den sächsisch-polnischen Kulturaustausch in Dresden vernachlässigen werden". Den Vereinen und Initiativen, die bislang mit dem Museum zusammen gearbeitet haben, solle eine Fortsetzung ihrer Arbeit ermöglicht werden. So würden die Museen der Stadt Dresden auch in diesem Jahr die Deutsch-Polnischen Kulturtage veranstalten.

    Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Museums muss nun der Stadtrat treffen.

    dapd

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