Erstmals seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Wochenarbeitszeit in Deutschland das Niveau von 2008 wieder erreicht: Im zweiten Quartal betrug die Arbeitszeit der Vollbeschäftigten im Schnitt 38,22 Wochenstunden, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) in Nürnberg mitteilte.
Die Arbeitzeit pro Beschäftigten fiel im zweiten Quartal demnach mit einem Minus von 0,3 Prozent etwas geringer als im Vorjahreszeitraum und lag bei 331,8 Stunden. Der Grund sei die Lage der Feiertage in diesem Quartal gewesen, teilte das IAB mit. Deshalb habe den Betrieben ein Arbeitstag weniger zur Verfügung gestanden. Das Gesamt-Arbeitsvolumen der Wirtschaft sei aber nicht gesunken, weil rund 500.000 Menschen mehr erwerbstätig gewesen seien als im zweiten Quartal 2011. Es stieg deshalb um 0,9 Prozent auf 13,8 Milliarden Stunden.


