Digital Natives, Silver Surfer, Always-On-Junkies: In diese Kategorien teilt die Tourismusbranche ihre Kundschaft im digitalen Zeitalter ein. Sie begeben sich in "Online-Traveller-Communities" und auf "Online-Gutschein-Plattformen" und bescheren der Branche damit ungeahnte Chancen für Produktinnovationen sowie entsprechende Umsatzaussichten. Darin sind sich zumindest die Teilnehmer einig, die sich dieser Tage zum Kongress "Innovationen & Trends im E-Tourismus" trafen, den die FH Salzburg und das Marktforschungsunternehmen Salzburg Research nun schon zum dritten Mal veranstalteten.;
Laut aktuellen Studien ist der Tourismus offensichtlich von neuen Reisetypen bevölkert, den sogenannten Digital Natives. Sie sind schon von klein auf mit den Technologien des digitalen Zeitalters aufgewachsen. Dann gibt es die sogenannten Digital Immigrants mit der Untergruppe der Silver Surfer (Internetnutzer ab einem Alter von 50 Jahren), die sich ihre Internetkenntnisse außerhalb des Berufes nach und nach angeeignet haben. Und schließlich muss man auch auf die Always-On-Junkies reagieren – jene Personen, die immer und überall online sind. Diese drei Typen haben scheinbar eines gemeinsam: die Erlebnissteigerung, unterstützt durch digitale Lösungen.
"Für Österreich gilt zum Beispiel, dass der dortige Tourismus längst zur Erlebnisökonomie geworden ist", erklärt Markus Lassnig von Salzburg Research, der sich schon länger mit dem sogenannten E-Tourismus auseinandersetzt. Digitale Dienste könnten dabei die Erlebnisqualität steigern, der Erinnerung und dem Teilen im Freundes- und Bekanntenkreis dienen. Vor allem soziale Netzwerke dienten der Ansprache der jungen Zielgruppe der Digital Natives.
So steht zum Beispiel beim bereits Ende 2008 gestarteten Projekt "eTourism Fitness für Oberbayern und Salzburg" das Reisen als Erlebnis, dessen digitale Unterstützung sowie die Zusammenarbeit mit Unternehmen im Blickpunkt. Projektkoordinator Mario Jooss von der FH Salzburg: "In den vergangenen Jahren haben wir in Salzburg und Oberbayern insgesamt 5 000 Betriebe zu unterschiedlichen Themen geschult - vom Webdesign über E-Marketing bis hin zu rechtlichen Themen."
Nachdem sich zum Beispiel in der jüngsten Vergangenheit herausgestellt hat, wie erfolgreich etwa Couponportale sind, versuchen immer mehr Tourismusunternehmen ihre Angebote auf das inzwischen zum Google-Konzern gehörende Dailydeal und anderen Seiten dieser Art zu platzieren. Sie hoffen, dadurch ihre meist hohen Kapazitäten auslasten zu können. Des Weiteren denkt die Branche daran, ihre Angebote auf die aktuellen, von Fachleuten ermittelten Nutzertrends auszurichten. Als da wären: "Gamification" (Spaß haben und spielerisches Entdecken), Augmented Reality, QR-Codes zur Kennzeichnung von Angeboten und Nutzungsmöglichkeiten, die Near Field Communication fürs digitale Bezahlen und als Türöffner, das Social Web zur Live-Berichterstattung von Erlebnissen oder auch Sprachassistenssysteme wie "Siri". Wer sich als Unternehmen der Tourismusbranche auf diese digitalen Trends einlässt, so lautet die Botschaft aus Salzburg, der werde am Markt künftig große Umsatzchancen haben.
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